1. 24garten
  2. Mein Garten
  3. Tiere

Wintervögel im Garten: Diese Zugvögel kommen im Herbst erst zu uns

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Franziska Irrgeher

Einige Vögel sind nur im Winter zu Gast bei uns. Tierfreunde können sich daher schon im Herbst auf besondere Gäste freuen, die den Winter hier verbringen.

Berlin – Von Zugvögeln haben Tierfreunde natürlich schon gehört, doch darunter fallen nicht nur Vögel, die wegfliegen. Einige kommen im Winter erst nach Deutschland und bleiben bis zum Frühjahr hier. Diese Wintergäste können Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer oft schon ab dem Herbst beobachten.

Wintervögel im Garten: Diese Zugvögel kommen erst im Herbst zu uns

Zugvögel kennen die meisten als Vögel, die den Sommer bei uns verbringen und im Winter dann in wärmere Gegenden ausweichen. Jedoch funktioniert das Ganze auch umgekehrt: Für manche Vögel sei unser Norden der Süden, so der Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Zugvögel gibt es natürlich einige, so verbringen beispielsweise den Sommer Kiebitz, Bachstelze, Kuckuck und viele weitere bei uns, die im Herbst dann langsam in den Süden ziehen. Andere Vögel dagegen verbringen beispielsweise die Brutzeit in Sibirien, wo sie später aber nicht mehr ausreichend Nahrung finden würden, so der NABU. Einige Vögel nutzen Deutschland daher entweder als Zwischenstopp ins Winterquartier oder bleiben ganz hier. Wie GEO berichtet, stammen diese Vögel beispielsweise aus Grönland, Sibirien und Skandinavien.

Zu sehen ist ein Bergfink auf einem Zweig mit Beeren (Symbolbild).
Der Bergfink verbringt den Winter in Deutschland (Symbolbild). © Erhard Nerger/Imago

Folgende Vögel sind beispielsweise Wintergäste bei uns:

Einige davon stellen wir im Folgenden näher vor.

Wintervögel im Garten: Bergfink und Erlenzeisig

Der Bergfink (Fringilla montifringilla) komme laut NABU von Oktober bis April nach Deutschland und lebt normalerweise in skandinavischen Wäldern. Bergfinken sind im Bestand nicht gefährdet und kommen im Winter auch gerne an unseren Futterhäuschen zusammen mit anderen Finken. Wenn es viele Bucheckern gibt, könne man laut NABU sogar ganze Schwärme beobachten. Der Bergfink ist rund 15 Zentimeter groß, die Männchen sind im Winter bräunlich an Nacken, Kopf und Vorderrücken, im Sommer hingegen schwarz. Ansonsten ist die Schulter orange, der restliche Körper weißlich. Weibchen dagegen haben einen braunen Kopf, braun-geflecktes Gefieder und eine orange Brust.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Auch Erlenzeisige (Spinus spinus) kommen zu uns im Winter. Laut GEO überquert der Erlenzeisig die Ostsee, um wärmer zu überwintern. Die Vögel seien etwa spatzengroß und kämen in größeren Gruppen in der Nähe von Erlen vor, deren Samen sie fressen. Auch diese Vögel sind nicht gefährdet, laut NABU finden sich in Deutschland ganzjährig Erlenzeisige, es kämen aber im Winter noch welche aus dem Norden dazu. Die Vögel sind etwa zwölf Zentimeter groß und sind am grüngelben Gefieder zu erkennen.

Wintervögel im Garten: Wacholderdrossel und Rotdrossel

Weitere Wintergäste sind Rotdrossel und Wacholderdrossel. Ganzjährig sind in Deutschland Schwarzdrosseln, also Amseln, zu beobachten. Wacholderdrosseln (Turdus pilaris) sind Zugvögel, die laut NABU von Oktober bis März als Wintergäste in Süd- und Westeuropa sind. Die Brutgebiete liegen laut NABU dagegen in Skandinavien sowie Nordeuropa. Je nach Witterung sind sie in großen Gruppen anzutreffen und fressen dann Beeren im Garten, auch Fallobst steht auf dem Speiseplan. Wacholderdrosseln können bis zu 27 Zentimeter lang werden, Männchen und Weibchen sehen gleich aus. Rücken, Schulter und die Oberseite der Flügel sind rotbraun, Kopf, Hals und unterer Rücken hellgrau. Vorne sind schwarze Flecken im Gefieder zu sehen.

Zudem kommt als Wintergast teils auch die Rotdrossel (Turdus iliacus) nach Deutschland, auch sie nistet laut NABU woanders, beispielsweise in Sibirien, Skandinavien und Island. Bei uns seien sie von Oktober bis April, aber eher nicht durchgehend. Auch Rotdrosseln fressen unter anderem Beeren. Rotdrosseln sehen im Vergleich zu Wacholderdrosseln weniger auffällig aus. Sie werden etwa 20 Zentimeter lang, das Gefieder ist größtenteils braun, Hals und Bauch gesprenkelt, unterhalb der Flügel sind sie rostrot gefärbt.

Die Wintervögel sind allerdings nur Gäste neben vielen anderen heimischen Vögeln, die in Deutschland überwintern. Für eine Winterfütterung sollten Gartenfans sich frühzeitig um gutes und ambrosiafreies Futter kümmern, denn die Vögel haben dann noch genug Zeit, sich an die neue Futterstelle zu gewöhnen.

Auch interessant