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Wintergoldhähnchen: So erkennen Sie den kleinen Vogel schnell wieder

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist ein Weibchen des Wintergoldhähnchens, das auf einem Tannezweig sitzt (Symbolbild).
Merkmal des Wintergoldhähnchens ist sein gelber oder oranger Streifen auf dem Kopf (Symbolbild). © Rolf Mueller/Imago

Wintergoldhähnchen sind nicht leicht zu entdecken, denn sie springen von Ast zu Ast. Wer ihr bekanntestes Merkmal jedoch kennt, wird sie im Wald sicher finden.

Hilpoltstein – Bei Wanderungen oder Spaziergängen durch Nadel- und Mischwälder kann einem so manches Tier über den Weg laufen. Wer dabei genau hinschaut, kann hierzulande sogar den kleinsten Vogel Europas entdecken, das Wintergoldhähnchen. Der kleine Vogel fällt durch seinen runden, flauschigen Körper und seinen präsenten orangen oder gelben Streifen auf dem Kopf sogar recht schnell ins Auge. Hinzu kommt, dass er recht zutraulich ist und sich sogar gerne mit der Kameralinse einfangen lässt. Das Wintergoldhähnchen passt sich dabei im Laufe des Jahres perfekt den äußeren Umständen an.

Wintergoldhähnchen: So lebt der kleinste Vogel Europas

Wintergoldhähnchen sind mit einer Größe von acht bis neun Zentimetern nicht nur die kleinsten Vögel Europas, sie sind mit fünf bis sechs Gramm Körpergewicht auch die leichtesten. Damit stellt es sogar den kleinen Zaunkönig noch in den Schatten. Der Körper des Wintergoldhähnchens ist kugelig rund, das Gefieder dabei auf dem Rücken olivgrün und am Bauch bräunlich. Ein besonderes Merkmal ist bei Männchen wie auch Weibchen der Kopf. Auf ihm haben Männchen einen gut erkennbaren orangen Streifen, die Weibchen einen gelben Streifen. Dieser Streifen verschaffte dem Vogel auch den lateinischen Namen Regulus regulus, was übersetzt „kleiner König/Prinz“ bedeutet. In der Regel hüpft der Vogel tagsüber munter von Ast zu Ast und ist dabei immer auf der Suche nach Nahrung wie etwa Insekten oder Spinnen.

Im Gegensatz zu ihren nahen Verwandten, den Sommergoldhähnchen, lassen sich Wintergoldhähnchen das ganze Jahr über in Deutschland beobachten. Sie sind keine Zugvögel und kommen mit niedrigen Temperaturen gut aus. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) verändert sich lediglich ihr Wohnort. Im Sommer sind sie besonders zur Brutzeit häufig in Fichtenwäldern zu entdecken, im Winter halten sie sich eher auf offenen Feldern und Wiesen auf.

Wintergoldhähnchen: Brutzeit bei den Wintergoldhähnchen

Ein Weibchen brütet zweimal im Jahr, im April und im Juni. Dafür bauen sie gemeinsam mit dem Männchen einzigartige kugelförmige Hängenester. Als Material dafür dienen oft Fichten- und Tannenzweige, aber auch Moos, Flechten, Haaren und Gespinste. Damit es der Nachwuchs auch möglichst bequem hat, legen die Vögel die Innenseite des Nestes mit Federn aus. Die Kombination aus verschiedenen Materialien führt dazu, dass das Nest des Wintergoldhähnchens besonders gut isoliert und stabil ist. Laut dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) bauen die Tiere die Nester meist im Windschatten an einem sehr versteckten und geschützten Ort.

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Während der Brutzeit kann das Weibchen bis zu zwölf Eier legen, sodass das Nest später anderthalbmal mehr wiegen kann als der Vogel selbst. Gibt es keine Zwischenfälle, erreicht der Vogel ein Alter von vier Jahren. Oftmals stellt der Herbst und Winter jedoch laut LBV eine besondere Herausforderung für die Tiere dar, da es sich beispielsweise an mit Eis ummantelten Ästen nicht mehr festhalten kann und das Nahrungsangebot deutlich zurückgeht. An besonders kalten Tagen und Nächten kuscheln sich Wintergoldhähnchen auch gerne zusammen, um so etwas Wärme zu speichern*.

Wintergoldhähnchen: So locken Sie es in den Garten

Wer den flinken Vogel mit den schwarzen Knopfaugen auch in seinem eigenen Garten beobachten möchte, der kann dem Vogel einen möglichst angenehmen Lebensort erstellen. So muss das Futterhaus für ein Wintergoldhähnchen am besten bestückt sein:

Je geschützter das Futterhaus steht, desto größer ist die Chance, dass ein Wintergoldhähnchen dorthin findet. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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