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Weinbergschnecke: Der seltene Nützling im Garten

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Von: Eva Goldschald

Sie ist groß, imposant und in ihren erdigen Tönen eine wahre Tarnkünstlerin. Die Weinbergschnecke ist ein seltener Gast im Garten.

München – Jeder kennt sie und jeder bleibt stehen, wenn sie gemütlich vorbeizieht. Doch nur wenige wissen um die besonderen Talente und Vorlieben der Weinbergschnecke. So lebt das geschützte Tier und diese Tricks hat die Weinbergschnecke drauf.

Weinbergschnecke: Das sind ihre typischen Merkmale

Die Weinbergschnecke trägt ihr Haus stets am Rücken. Sie kommt ursprünglich aus Mitteleuropa. Am liebsten ist sie tagsüber und allein unterwegs. Dann durchstreift sie lichte Wälder, Gebüsche und offene Lebensräume.

Weinbergschnecken lieben eine feuchte Umgebung und kalkreiche Böden. Anders als andere Schnecken passt die Weinbergschnecke sich aber genauso gut an andere Lebensbedingungen an. Kein Wunder, ihr Haus trägt sie immer bei sich. Da ihre Lebensräume immer mehr zerstört werden und sie auch vor Pflanzenschutzmitteln nicht sicher ist, gibt es auch nicht mehr so viele ihrer Art. Weinbergschnecken stehen deshalb unter Naturschutz.

Kaum zu glauben, aber in der freien Natur kann sie bis zu acht Jahre alt werden. Wird sie in einem Terrarium unter perfekten Bedingungen gehalten, kann sie sogar bis zu zwanzig Jahre alt werden.

Weinbergschnecke: Eine besondere Überlebenskünstlerin

Anders als ihre Artgenossen, frisst die Weinbergschnecke am liebsten welke Blätter und Pflanzen sowie Algen. Auf ihrer Zunge sitzen 40.000 kleine Zähnchen. Mit denen raspelt sie ihre Nahrung ab. Besonders hungrige Exemplare können bis zu 30 Gramm auf die Waage bringen. Weinbergschnecken sind außerdem wahre Handwerker. Ist ihr Haus beschädigt, können sie es bis zu einem gewissen Grad sogar selbst reparieren. Gegen Feinde schützt sie sich mit ihrem Schleim. Wenn sie Gefahr wittert, bläst sie diesen auf. So entsteht ein Schaum, der sie vor Feinden schützt. Dazu gehören:

Weinbergschnecke: Jeder sollte eine im Garten haben

Weinbergschnecken fressen neben verwelkten Pflanzen und Abfällen am Kompost auch die Eier und Larven von Nacktschnecken. Sie sind deshalb richtige nützlich im Kampf gegen Schnecken im Garten. Der Tag der Weinbergschnecke ist am 24. Mai und wurde im Jahr 2001 ins Leben gerufen. Er soll dem Tier mehr Beachtung schenken. An diesem Tag soll das Tier geehrt werden. Machen Sie sich doch am Tag der Weinschnecke mal auf die Suche nach dem Tier.

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