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Weidenbohrer: Deswegen ist seine große Larve so schädlich für den Garten

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist eine dicke, lange, rötlich gefärbte Weidenbohrer-Larve auf einem Baumstamm (Symbolbild).

Stolze zehn Zentimeter Länge erreicht eine Weidenbohrer-Larve (Symbolbild). © Sven Walter / Imago

Weidenbohrer an sich sind keine Gefahr für Pflanzen, nur seine Larven richten beizeiten großen Schaden an. Das können Sie dagegen tun.

München – Schmetterlinge und Falter sind in der Regel gern gesehen Gartenbesucher und wichtig für das ökologische Gleichgewicht. Normalerweise bereiten auch deren Raupen keine Probleme. Anders sieht das jedoch beim Weidenbohrer aus. Dessen Raupe ist nicht nur besonders groß, sondern bringt im schlechtesten Fall ganze Bäume zu Fall.

Weidenbohrer: So werden Sie den Schädling im Garten wieder los

Die Raupe des Weidenbohrers macht ihrem Namen alle Ehre. Sie ist etwa zehn Zentimeter lang und damit unter den Schmetterlingsraupen die Größte. Lassen Gartenfreunde sie frei walten, frisst sie sich munter durch Baumstämme von Weiden, Pappeln, aber auch Birken und Obstbäumen. Dabei hinterlässt sie ovale Gänge im Holz, sodass es tatsächlich aussieht, als habe sich das Tier durch den Stamm gebohrt. Zurück bleibt meist nur Holzspäne, die in kleinen Häufchen um den Baumstamm herumliegen. Nach einiger Zeit welken die Blätter des Baumes, er wird morsch und kippt im schlimmsten Fall um.

Neben ihren Fraßspuren hinterlassen die Raupen des Weidenbohrers außerdem ein sauer-scharf riechendes Sekret, das sie vor Feinden schützt. Im Notfall kann das Jungtier sogar beißen, ist dabei aber nicht giftig. Die Bäume spielen aber nicht nur für die Nahrungsaufnahme der Weidenbohrer-Larve eine wichtige Rolle, sondern auch als Eiablageplatz. Die Weibchen des Nachtfalters fliegen im Frühjahr aus und legen ihre Eierpakete unter die Rinde von bereits angegriffenen Bäumen. Dient zuerst die Rinde als Nahrung für die Raupen, fressen sie sich im Laufe eines Jahres in den Baum hinein und produzieren dabei teilweise einen Meter lange Gänge.

Zu sehen ist ein aufgeschnittener Baumstamm, den viele schwarze Löcher durchdringen (Symbolbild).

Die Fraßspuren der Weidenbohrer-Larve (Symbolbild). © F. Hecker / Imago

Weidenbohrer: Das Leben der Larve

Ist der Nachtfalter im Endstadium seiner Entwicklung nicht allzu lange überlebensfähig, da sein Rüssel verkümmert ist und er keine Nahrung aufnehmen kann, sind seine Larven sehr robust. Sie leben teilweise bis zu vier Jahre bevor sie sich verpuppen. Dafür muss die Raupe ihren gewohnten Ort, den Baumstamm, verlassen und sich im Boden eingraben. Nur sehr selten geschieht die Verpuppung in einer der gebohrten Gänge. Als fünf Zentimeter große Puppe verbringt sie dann eine Zeit unter der Erde, wobei die Puppen einen schwarzen Dorn als Schutz am Hinterleib tragen.

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Weidenbohrer: Das hilft gegen die Larven

Folgende Dinge können Gartenfreunde bei einem Weidenbohrer-Befall unternehmen:

Solange Gartenfreunde ihre Bäume regelmäßig pflegen, ist ein Befall zum Glück recht unwahrscheinlich. Chemische Mittel wie beim Pelzkäfer gibt es zur Bekämpfung des Weidenbohrers bisher keine*. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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