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Waschbären im Garten: So werden Sie die putzigen Allesfresser los

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Von: Joana Lück

Waschbären im Garten – für viele Hausbesitzer ist die Vorstellung der blanke Horror. Denn auch wenn die Tiere noch so goldig erscheinen: Sie können das Grundstück oder Haus verwüsten und Krankheiten übertragen.

Berlin – Etwa 1,3 Millionen Waschbären leben mittlerweile in Deutschland. Die putzigen Kerlchen, die Anfang des vorigen Jahrhunderts aus den USA zu uns gelangten, sind theoretisch in ganz Deutschland auffindbar, besonders oft sieht man sie aber in Thüringen, Hessen, Bayern und Berlin.

Waschbären im Garten: Der Winter kann ihnen nichts anhaben

Da das grau-schwarze Säugetier bis auf den Menschen keine natürlichen Feinde hat, kann es sich weitestgehend ungehindert ausbreiten. Neben Parkanlagen und Wäldern liebt das nachtaktive Tier vor allem Innenstädte*, denn dort kann es sich dank Abfällen an den Essensresten von Menschen satt essen. Praktisch, denn der Waschbar ist ein genügsamer Allesfresser, der von Cornflakes und Nüssen bis über zu Pflanzen und sogar Hot Dogs (theoretisch) alles isst und die extra Fettschicht für seine Winterruhe benötigt.

Denn anders als Igel, Murmeltiere oder Fledermäuse halten Waschbären keinen wirklichen Winterschlaf. Sie ruhen sich in der kalten Jahreszeit allerdings dennoch tagsüber aus und schlafen in dieser Zeit mehr als im Frühjahr oder Sommer. Während dieser faulen Zeit sind sie meist in Baumhöhlen, leerstehenden Kellern, Hallen oder anderen für sie zugänglichen warmen Räumen anzutreffen.

Ein junger Waschbär, der über eine grüne Wiese läuft (Symbolbild).
Waschbären suchen gerne deutsche Gärten auf (Symbolbild). © Imago

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Waschbären im Garten: So sucht das Tier auf Ihrem Grundstück das Weite

Im Zoo mag man Waschbären vielleicht gerne antreffen, im eigenen Garten oder in den eigenen vier Wänden sieht es aber ganz anders aus. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) sichern Sie Ihr Grundstück so am besten vor dem neugierigen Kerlchen: 

Waschbären im Garten: Vorsicht vor kranken Tieren

Waschbären, die übrigens eng mit Katzen verwandt sind, können an Tollwut und Parasiten erkranken und diese auch an den Menschen weitergeben. Auch wenn Tollwut seit 2008 in Deutschland so gut wie ausgestorben ist, Waschbären sind wilde Tiere und keine Haustiere. Deshalb gilt: Lieber genügend Abstand zu den putzigen Gesellen mit Ringelschwanz halten. Symptome, die auf eine Tollwuterkrankung beim Waschbären hindeuten können, sind:

Waschbären im Garten: Der Name ist Programm

Wie der Name schon sagt, liebt der Waschbär es übrigens, sein Essen und alles, was er in die Hände bekommt, zu waschen. Auch nutzt das neugierige Tier seine Vorderpfoten, um damit seine Umgebung besser ertasten zu können. Er ist nämlich farbenblind und kann sich auf seine visuelle Wahrnehmung somit nicht ausschließlich verlassen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Säugetieren steht er auch sehr sicher auf nur seinen Hinterbeinen. Diese Gestalt nimmt er unter anderem an, damit er besser sehen kann oder damit er gegenüber potenziellen Feinden größer wirkt. *Merkur ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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