Stinkwanzen auf dem Vormarsch

Wanzen in der Wohnung: So werden Sie die lästigen Insekten wieder los

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Jedes Jahr versuchen Wanzen in unsere Häuser und Wohnungen zu kommen. Je trockener der Sommer, desto mehr Stinkwanzen sind es und die mögen es gerne warm.

Berlin – Wanzen mögen trockene Sommer, um sich zu vermehren. Im Jahr 2018 gab es die letzte „Wanzenplage“, 2020 sah es weniger schlimm aus, dennoch kommen im Herbst und Winter immer wieder Stinkwanzen in die Wohnung. Denn sie mögen es warm im Winter. Und auch im Frühjahr kann sich die ein oder andere Wanze ins Haus verirren.

Stinkwanzen in der Wohnung: Das sind Stinkwanzen und deshalb heißen sie so

In Deutschland gibt es laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) etwa 1000 Wanzenarten. Eine davon ist die Grüne Stinkwanze, die zu den Baumwanzen gehört und im Sommer grün gefärbt ist. Im Herbst wechselt ihre Farbe dann zu rotbraun oder braun und die Tiere können eine Länge von bis zu 14 Millimetern erreichen.

Grüne Stinkwanzen sind Pflanzenfresser und kommen im Herbst auf der Suche nach einem warmen Winterquartier ebenso wie ihre Artgenossen gern in die Wohnung. Grundsätzlich sind sie harmlos, fühlen sie sich bedroht, sondern sie aber ein stinkendes Sekret ab. Töten ist daher keine Lösung. Das berichtet auch ruhr24.de*. (Immergrüne Laubbäume: Wie Sie für einen grünen Garten im Winter sorgen können)

Stinkwanzen in der Wohnung: So werden Sie sie los

Der NABU rät zur denkbar einfachsten Lösung, um die Wanzen wieder loszuwerden: Auf ein Blatt Papier klettern lassen und nach draußen setzen. Das funktioniert bei einzelnen Tieren gut, sofern die Wohnungsbesitzer keine Wanzen-Phobie haben. (Schneckenschutz selbst bauen: So halten Sie die gefräßigen Tiere von Ihrem Gemüsebeet fern)

Neben Fenstern und Türen belagern die Tiere auch gerne Dachterrassen und Balkone. Spalten, Untersetzer oder die Kästen der Rollläden dienen ihnen als Unterschlupf. Sind die Wanzen doch in die Wohnung gelangt, sollten Obstfans ihre Früchte in Sicherheit bringen, denn die sind bei Wanzen begehrt. Dabei hilft zum Beispiel eine Schutzhaube.

Ansonsten helfen folgende Tipps:

  • Türen und Fenster wenn möglich geschlossen halten.
  • Wenn das nicht geht: installieren Sie Fliegengitter.
  • An Klebestreifen bleiben die Tiere hängen. Ist die Wanze gefangen, wird sie aber dennoch das stinkende Sekret absondern.
  • Mischen Sie Wasser, Essig und Spülmittel oder Schmierseife und besprühen Sie die Aufenthaltsorte der Tiere.
  • Auch Ammoniak, Wacholder und Nelken mögen die Wanzen nicht als Duft.
  • Ein Spray mit Knoblauch oder Neem-Öl soll ebenfalls helfen.
  • Schalten Sie beim Lüften abends das Licht aus.
  • Sie können die Wanzen auch einsaugen, müssen den Beutel aber aufgrund des Gestanks anschließend entsorgen. echo24.de* rät sogar vom Einsaugen ab.

Ein weiterer Gast vor dem Winter ist oft der Marienkäfer. Vertreiben Sie die Nützlinge nicht, denn sie ernähren sich unter anderem von Wanzen. (Knoblauch im Garten: So pflanzen Sie ihn richtig an) *ruhr24.de und echo24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © imago images / agefotostock

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