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Wintervögel im Garten: Das fressen die häufigsten Wintergäste und so sehen sie aus

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Von: Franziska Irrgeher

Im Winter sind unsere Singvögel keineswegs verschwunden. Vor allem an unseren Futterstellen lassen sich die gefiederten Wintergäste nun besonders gut beobachten.

Hilpoltstein – Im Winter ist es draußen meist still und kalt. Viele Tiere halten Winterruhe oder Winterschlaf, Vögel gehören aber nicht dazu. Die gefiederten Gartenbesucher kommen auch im Winter gerne, wenn auch nicht ganz so lautstark wie im Sommer, an die Futterstelle. Im Januar steht diesmal die Stunde der Wintervögel an, vor dem Zählen, können Vogelfreunde sich mit den häufigsten Gästen schonmal vertraut machen.

Vögel im Winter: Das sind die häufigsten Gäste an der Futterstelle

Nachts ziehen sich Singvögel gerne in Nistkästen oder andere Höhlen und Nester zurück, um sich zu wärmen. In einer kalten Winternacht kann ein kleiner Vogel 10 bis 20 Prozent seines Körpergewichts verlieren. Auch Vögel lassen es im Winter daher oft ruhig angehen, freuen sich aber über eine stets gefüllte und gesäuberte Futterstelle. Das richtige Ambrosia-getestete und bestenfalls selbstgemachte Futter ist dabei ebenso entscheidend wie eine zusätzliche Wasserschale, die auch im Winter frostfrei bleibt. Nistkästen aufzuhängen, hilft ebenso im Winter.

Beste Voraussetzungen also, die Vögel auch beobachten zu können. Jährlich gibt es eine Stunde der Gartenvögel, bei der eine Stunde lang alle Vögel an einer zuvor ausgesuchten Stelle gezählt werden. Jeder kann mitmachen. Im Jahr 2021 gab es im Januar zusätzlich eine Stunde der Wintervögel, die diesmal Rekordwerte bei der Teilnehmerzahl erzielt hat. Die Zählung trägt auch dazu bei zu überprüfen, ob das Meisensterben große Auswirkungen auf den Bestand hatte. Denn Blaumeisen sind dieses Jahr vermehrt am Bakterium Suttonella ornithocola verendet.

Vögel im Winter: Die häufigsten Vögel im Überblick

Auch jetzt können Vogelfreunde „ihre“ Gartenvögel schon besser kennenlernen. Beobachten Sie doch einfach mal einige Minuten die Futterstelle, viele Besucher kündigen sich lautstark an.

Häufige Vögel im Winter an der Futterstelle und ihre Leibspeise sind beispielsweise:

Nicht jeder Vogel mag alles, sodass Sie auch (in Maßen!) Futter für verschiedene Vorlieben bereitstellen können. Was aber immer geht, sind Sonnenblumenkerne, die sind laut soester-anzeiger.de* als erstes aufgefressen.

All diese Vögel finden sich im Winter häufig an Futterstellen und sind in ganz Deutschland anzutreffen. Einzelne detaillierte Portraits der Vögel bieten NABU und der LBV, teils inklusive Malvorlage für Kinder. Der NABU hat zudem praktische Tipps für die Winterfütterung und die konkreten Futtervorlieben einzelner Vögel. Je nach Region oder Landschaft um den Garten herum, können aber auch ganz andere Gäste im Winter auftauchen.

Vögel im Winter: Nicht ganz so häufig, aber auch oft dabei

Bei manchem selten, bei anderen vielleicht Dauergast, können beispielsweise auch diese Vögel sein:

Und viele von ihnen sind nicht nur bei uns im Garten anzutreffen, sondern stehen auch zur Wahl für den Vogel des Jahres 2021. Die Vorauswahl ist inzwischen beendet, am 18. Januar 2021 geht die Wahl dann in die nächste Runde und Vogelfans rühren für ihren Favoriten bereits kräftig die Werbetrommel*. Mit dabei sind auch häufige Wintergäste wie Amsel, Rotkehlchen, Haussperling und Blaumeise.

Damit sich Vögel nicht nur im Winter in Ihrem Garten wohlfühlen, sind neben Futterstelle und Wasser auch Sandbadeplätze beliebt. Nistkästen sorgen für Wohnraum und Brutplätze, vor allem für Sperlinge werden die zunehmend weniger und sogar seltenere Vögel wie Schwalben können Sie geeignete Nisthöhlen in Kombination mit Lehmkuhlen bieten. Alle Vögel, aber auch Insekten und andere Tiere im Garten freuen sich zudem im nächsten Jahr über blühende heimische (Wild-)Pflanzen, Vogelschutzgehölze und Insektennährgehölze. *soester-anzeiger.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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