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Taubenkot entfernen: So geht es auf verschiedenen Materialien

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Von: Franziska Irrgeher

Gerade Stadttauben sitzen gerne auf Fassaden, Balkonen und Geländern. Ihr Kot stört dann nicht nur optisch. Doch Taubenkot kann auch schnell wieder entfernt werden.

München – Stadttauben sind entgegen ihres schlechten Rufs keine gefährlichen Krankheitsüberträger und eigentlich harmlos. Ihren Kot wollen wir dann aber trotzdem nicht auf Balkon, Fassade oder Terrasse. Die Entfernung von Taubenkot mag eklig sein, schwer ist sie aber nicht.

Taubenkot entfernen: So geht es auf verschiedenen Materialien

Warum Stadttauben eigentlich kein Grund für Ekel oder gar Hass sind, haben wir hier beschrieben. Wer sich mit den Tieren arrangiert hat, wird aber gelegentlich mit Taubenkot konfrontiert. Denn selbst wenn in der Nähe weder ein Futterplatz noch ein Taubennest ist, sitzen die Vögel gerne an Fassaden oder Geländern. Das mag der Balkon in der Stadt sein, ein Vorsprung an einem Haus oder auch mal die Terrasse oder Gartenmauer. Und auch ein Vogel kotet gelegentlich.

Taubenkot zu entfernen, mutet erst mal eklig an, ist aber mit der richtigen Vorbereitung nicht gefährlich. Grundsätzlich kann jedes Wildtier Krankheitserreger übertragen, Tauben sind da weder harmloser noch gefährlicher als andere Vögel. Die Chance, sich bei Tauben mit Krankheiten anzustecken, ist aber recht gering. Pilze und Bakterien kann der Kot dagegen enthalten, daher sollten zur Entfernung eine Maske und Handschuhe getragen werden. Bei der Entfernung selbst ist Handarbeit gefragt.

So entfernen Sie Taubenkot:

Vorsicht ist bei Marmor und Keramik geboten. bBide Oberflächen vertragen keinesfalls Essig. Je nach Material sollten Sie den Essig an einer nicht einsehbaren Stelle testen, um größere Materialschäden zu vermeiden.

Taubenkot kann sich auf Dauer in das Material fressen und Flecken hinterlassen, eine zügige Entfernung in regelmäßigen Abständen ist daher sinnvoll. Sollte es eine geringe Kotmenge sein, wird die ohnehin mit dem Wasser weggespült. Größere Mengen Taubenkot sollten aber in einem staubdichten, gekennzeichneten Gefäß über die Mülldeponie entsorgt werden. Der Kot kann dort als Biomüll abgegeben werden, die Mitarbeiter vor Ort sind in jedem Fall die richtigen Ansprechpartner.

Falls viel Taubenkot anfällt, ist die Entfernung durch einen Fachmann sinnvoller, als es selbst zu erledigen. Vor allem an schwer zugänglichen Stellen wie Dachziegeln, Fassaden oder ähnlichem besteht Absturzgefahr. Unsachgemäße Entfernung verschlimmert das Erscheinungsbild meist nur.

Dass viele Menschen keine Tauben an ihrer Wohnung oder ihrem Haus wollen, ist verständlich. Töten dürfen Sie die Tiere nicht und wenn Sie Tauben verscheuchen wollen, tun Sie das bitte auf ungefährliche Weise. Denn die Stadttaube ist nichts weiter als ein Nachfahre der Haustaube (Felsentaube) und damit leider auf den Menschen angewiesen. Zudem ähneln unsere Gebäude Felsvorsprüngen, also dem natürlichen Lebensraum der Tiere. Sie stören uns also nicht in böswilliger Absicht. Tierfreundliche Methoden kennt beispielsweise die entsprechende Stadttauben-Initiative, ein Schädlingsbekämpfer oder auch der Tierschutzbund.

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