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Tagpfauenauge im Garten: Wie der schöne Schmetterling lebt

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Von: Franziska Irrgeher

Schmetterlinge sind filigran und elegant. Viele Gartenfans wünschen sich die Falter im eigenen Garten. Ein recht häufiges Exemplar ist das Tagpfauenauge. So lebt er.

Düsseldorf – Ein Garten voller bunter Blumen und Schmetterlinge: die Idealvorstellung vieler, die im Frühjahr ein Blumenbeet anlegen. Während bei uns einige Schmetterlinge noch recht oft anzutreffen sind, haben es viele ihrer Artgenossen schwer. Das Tagpfauenauge gehört zu den bekannteren und häufigeren Schmetterlingen. So lebt er.

Tagpfauenauge im Garten: So sehen die Falter und ihre Raupen aus

Was wir gemeinhin als Schmetterlinge bezeichnen sind Tagfalter. Die sind, im Gegensatz zu Nachtfaltern wie Motten, bei Tageslicht unterwegs. Um Schmetterlinge überhaupt in den Garten zu locken, können Gärtnerinnen und Gärtner passende Pflanzen wählen und auf Pestizide verzichten. Ein abwechslungsreich gestalteter Garten zieht nicht nur Schmetterlinge, sondern auch andere Insekten, Vögel und kleine Säugetiere wie Igel an. Denken Sie außerdem auch an die Futterpflanzen für Raupen, denn hierbei handelt es sich oft um „Unkraut“, das entfernt wird.

Schmetterlinge lassen sich abhängig von ihrem Erscheinungsbild in Familien wie Edelfalter, Weißlinge und einige mehr einteilen. Viele sehen sich auf den ersten Blick recht ähnlich. Ein Schmetterling, den aber fast jeder kennt, ist das Tagpfauenauge. Man erkennt den Falter an seinen an Augen erinnernden Flecken auf den Flügeln und auch seine Farben macht ihn zu einem der schönsten Schmetterlinge.

Das Tagpfauenauge (Aglais io) kommt unter anderem auch im Siedlungsbereich vor. Die vorherrschende Farbe des Schmetterlings ist ein helles Rot. Zu dieser rostroten Färbung kommen noch die laut NABU charakteristischen Augenflecken auf jedem der Vorder- und Hinterflügel nahe der Flügelspitze. Gefärbt sind diese Flecken in Rot, Blau, Schwarz und Weiß oder auch Gelb. Die Unterseite der Flügel ist laut NABU dagegen dunkelgrau und schwarz marmoriert.

Noch vor dem Schmetterling steht die Raupe. Die ist schwarz und hat, abgesehen vom Kopf, laut NABU am gesamten Körper weiße Punkte sowie Dornen, ebenfalls in schwarz. Ältere Raupen dagegen haben rotbraune Beine und Flecken derselben Farbe an den Flanken. Wer die Raupe einmal gesehen hat, erkennt sie wieder. Gerade empfindliche Menschen können sich vor größeren Mengen der Raupen aber schnell ekeln. Der Impuls, gegen die Tiere vorzugehen, ist dann groß. Vor allem wenn unbekannt ist, dass aus ihnen der hübsche Schmetterling wird.

Einige Daten zum Tagpfauenauge:

Auch wenn das Tagpfauenauge noch ein recht häufig vorkommender Schmetterling ist, so leiden auch Schmetterlinge unter Flächenversiegelung und Monokulturen. Blühstreifen, Blumenwiesen mit geeigneten Pflanzen und vor allem Unkraut wie Brennnesseln helfen da.

Jedoch weist der NABU NRW auch auf ein Problem hin, denn Brennnesseln brauchen Stickstoff. Und der kann leider auch aus der Luft kommen in Form von Emissionen aus Industrie, Verkehr und Co. Das Tagpfauenauge profitiert davon zwar, dafür verschwinden aber laut NABU einige spezialisierte Schmetterlingsarten langsam. Geben Sie daher doch gleich mehreren Schmetterlingen mit den passenden Blumen eine Nahrungsquelle.

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