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Stunde der Wintervögel: Zwischenergebnis gibt auch Grund zur Hoffnung

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Von: Franziska Irrgeher

Die „Stunde der Wintervögel“ ist zu Ende und erste Zwischenergebnisse lassen hoffen. Was der NABU in einem ersten Statement berichtet.

Berlin – Die „Stunde der Wintervögel“ im Jahr 2022 dauerte vom 6. bis zum 9. Januar, noch ist nicht alles ausgezählt, denn gemeldet kann bis 17. Januar werden. Doch erste Zwischenergebnisse geben etwas Grund zur Hoffnung, einige Populationen scheinen sich zu erholen. Zudem gibt es bisher einen klaren Spitzenreiter bei den Vogelsichtungen.

Stunde der Wintervögel: Zwischenergebnis gibt auch Grund zur Hoffnung

Jedes Jahr im Januar findet die sogenannte „Stunde der Wintervögel“ statt, die vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) veranstaltet wird. Ziel ist es dabei, dass Tierfreunde und alle Interessierten eine Stunde lang Vögel zählen und dabei die höchste gleichzeitig gesehene Anzahl pro Vogel aufschreiben. Die Ergebnisse werden danach gemeldet, das geht noch bis 17. Januar 2022. Die diesjährige „Stunde der Wintervögel“ war die zwölfte, das Konzept ist inzwischen also bekannt und recht beliebt, wie auch die später im Jahr stattfindende „Stunde der Gartenvögel“, die dasselbe Ziel verfolgt.

Zu sehen ist ein Grünfink, der Futter aus einer Kokosnuss holt (Symbolbild).
Grünfinken scheinen sich wieder zu erholen (Symbolbild). © Sven-Erik Arndt /Imago

Am 12. Januar 2022 veröffentlichte der NABU Zwischenergebnisse der Zählaktion, die etwas Hoffnung machen. Bis zu diesem Datum hatten laut NABU fast 150.000 Menschen Vögel gemeldet, über 3,7 Millionen Vögel seien dabei gesichtet worden. Natürlich werden die Zahlen bis zur finalen Zählung noch zunehmen, die Zählung im Jahr 2021 beispielsweise erzielte Rekordwerte bei den Teilnehmerzahlen. Neben der steigenden Beliebtheit stehen aber natürlich die Tiere im Vordergrund, aktuell sieht es folgendermaßen aus:

Schön zu hören sind vor allem die Zahlen bei bislang durch Krankheiten bedrohten Vögeln. Der Grünfink liege knapp über seinem Vorjahreswert. Laut LBV konnte das Grünfinkensterben seit dem Jahr 2009 jeden Sommer, manchmal auch im Winter, beobachtet werden. Ursache sei der Erreger Trichomonas gallinae, die Krankheit sei hoch ansteckend und könne an Wasser- und Futterstellen übertragen werden. Die aktuellen Zahlen des NABU geben also Grund zur Hoffnung, doch die Art scheine sich laut NABU nur langsam zu erholen.

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Besser sieht es da bei den Blaumeisen aus, das Meisensterben sorgte vor einiger Zeit für Aufruhr und viele Tierfans sorgten sich um die niedlichen blauen Vögel. Ursache hierbei: Suttonella ornithocola, ein Bakterium. Der NABU vermutet, dass Verluste teils durch vermehrte Bruten ausgeglichen wurden, eine andere Option sei Zuzug von Vögeln, der NABU setzt zur Klärung auf die Ergebnisse der „Stunde der Gartenvögel“, die folgt. Und auch die letzte Art scheint sich zu erholen, auch für Amseln, die ein Problem mit dem Usutu-Virus hatten, werden etwas bessere Zahlen genannt als letztes Jahr.

Noch bis 17. Januar kann jeder seine Ergebnisse eintragen und wer die Aktion verpasst hat, darf spätestens im Mai mitzählen. Schließlich ist es für Vogelfans immer interessant, eigene Beobachtungen durch solch große Zählaktionen bestätigt zu sehen oder Gründe für mehr oder weniger Vögel an der Futterstelle zu erfahren. *landtiere.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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