Zählen im Mai

Stunde der Gartenvögel: Der NABU ruft zum Mitzählen auf

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Jedes Jahr wieder ruft der Naturschutzbund Deutschland (NABU) zum Vögel-Zählen auf. Die „Stunde der Gartenvögel“ steht im Mai wieder an und so können Vogelfans mitmachen.

Berlin – Der Mai bringt mit den Eisheiligen die letzten Fröste des Jahres bis zum Winter. Damit ist er auch der Monat, in dem alles zu wachsen und blühen beginnt. Vor allem aber sind nun die Vögel wieder zurück in unseren Gärten und brüten teils schon fleißig. Daher ist nun Vögel-Zählen in der „Stunde der Gartenvögel“ angesagt.

Stunde der Gartenvögel: Der NABU ruft zum Mitmachen auf

Die Brutzeit unserer Gartenvögel hat begonnen, vielleicht hüpfen sogar schon die ersten Jungtiere durch den Garten. In jedem Fall herrscht Mai endlich wieder reges Treiben im Garten und der Monat ist ideal, um sich einen Überblick über den Vogelbestand zu verschaffen.

Jedes Jahr rufen NABU und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) daher zum Mitmachen auf. Die „Stunde der Gartenvögel“ steht an, eine Mitmachaktion für alle Vogelfans. Und jene, die es noch werden wollen. Für das Jahr 2021 geht die Aktion vom 13. bis zum 16. Mai, die Ergebnisse können danach noch bis 24. Mai gemeldet werden.

So funktioniert die Teilnahme:

  • Zeitaufwand: Eine Stunde lang wird beobachtet und gezählt. Der Zeitpunkt ist frei wählbar. Der LBV schlägt aber beispielsweise morgens knapp vor dem Sonnenaufgang vor, da dann viele Vögel aktiv seien.
  • Material: Hilfreich können Bücher, ausgedruckte Informationen oder Apps zur Vogelbestimmung sein. Vorab können Tierfans sich auch mit dem Gesang der Tiere vertraut machen. Im Grunde reichen aber Zettel und Stift oder das Handy sowie genügend Zeit aus. Ein Fernglas ermöglicht die genauere Bestimmung.
  • So wird gezählt: Wie auch bei der „Stunde der Wintervögel“ wird jeweils die höchste Anzahl einer Vogelart während der Stunde notiert. Der LBV gibt an, dass auch über den Bereich fliegende Vögel und Tiere in Sichtweite, aber außerhalb des Grundstücks zählen.
  • Mehrfachmeldungen: Die sind möglich, jedoch nur, wenn es sich um verschiedene Gebiete handelt. Sie können also beispielsweise erst im Garten und später in einem Park zählen.

Beim Meldeformular können Sie dann die einzelnen Vögel korrekt eintragen und auch weitere Angaben zur Umgebung machen. Die Ergebnisse zeigen Trends in der Vogelwelt an. Bestenfalls geben sie auch Aufschluss darüber, ob sich der Bestand nach Krankheiten wieder erholt.

So kam es beispielsweise im Jahr 2020 zum Blaumeisensterben durch das Bakterium Suttonella ornithocola. Auch andere Krankheiten wie das Usutu-Virus bei Amseln treten immer wieder auf.

Die „Stunde der Gartenvögel“ ist zudem eine tolle Gelegenheit, die gefiederten Gäste im Garten genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn oft sehen wir gar nicht alle Vogelarten, die sich da unbemerkt in Busch oder Baum tummeln. Auch für Kinder ist das eine schöne Gelegenheit, ihr Wissen über Tiere zu erweitern und direkt anzuwenden, der NABU bietet dazu auch hübsche Malvorlagen. Und vielleicht nutzt manch einer gleich die Gelegenheit und lässt sich zu einem vogelfreundlichen Garten inspirieren.

Rubriklistenbild: © agefotostock / Imago

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