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Störche anlocken: So bieten Sie ihnen den perfekten Lebensraum

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Störche faszinieren Gartenfreunde schon lange, denn die großen, weißen Tiere sind imposant. Umso schöner ist es, wenn sich die Tiere im Garten so wohl fühlen, dass sie sich ein Nest bauen.

Hilpoltstein – In Deutschland ist besonders der Weißstorch bekannt und weiter verbreitet. Der Vogel ist stark gefährdet und seine Population dank großer Unterstützung erst seit kurzem nicht mehr auf dem Rückgang. Umso wichtiger ist es, beim Vogelschutz nicht nachzulassen und Störchen im Rahmen der Möglichkeiten gute Nistplätze anzubieten. Nisthilfen können Gartenfreunde mit der richtigen Anleitung auch selbst bauen. Ein erster Schritt ist aber schon getan, wenn Störche im Garten gute Lebensbedingungen finden.

Störche anlocken: So bieten Sie ihnen den perfekten Lebensraum

Die Botschaft, dass Weißstörche in Bayern wieder auf dem Vormarsch sind, erfreute zu Beginn 2021 viele Vogelfans. Denn Expertinnen und Experten haben in den vergangenen Jahrzehnten immer besorgter auf die Storch-Population geblickt. Die ist seit Jahren rückläufig, viele Storch-Arten sind damit auf der Roten Liste und vom Aussterben bedroht. Danke günstiger Bedingungen und einem verstärkten Schutz der Tiere wächst die Zahl der Weißstörche nun wieder. Gärtnerinnern und Gärtner, die es dem grazilen Tier etwas leichter machen wollen, können das mit der richtigen Gestaltung ihres Gartens tun. Denn wenn sich der Vogel wohl fühlt, bleibt er auch und vermehrt sich.

Störche anlocken: So brütet der Weißstorch

In ganz Deutschland gibt es zurzeit laut dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) etwa 7000 Brutpaare des Weißstorchs, über 700 davon brüten in Bayern. Die Tiere können eine Spannweite von bis zu zwei Metern haben und ausgewachsen vier Kilogramm wiegen. Charakteristisch ist ihr schwarz-weißes Federkleid und ihr orangener Schnabel. Jungtiere hingegen sind zu Beginn noch etwas bräunlich. Der Vogel liebt es feucht, deswegen lebt er am liebsten auf nassen Wiesen und in der Nähe von Flüssen oder anderen Wasserstellen. Auch Sumpflandschaften gegenüber ist der Storch nicht abgeneigt. Denn dort finden die Tiere ausreichend Nahrung in Form von Fröschen, Fischen, Eidechsen, Insekten und Schlangen.

Die Brutzeit beginnt Anfang April und reicht bis in den Juni hinein. In der Regel legt das Weibchen vier Storcheneier, die es 32 Tage lang ausbrütet. Drei Monate nach dem sie geschlüpft sind, verlassen die Jungtiere das Nest der Eltern. Das Nest ist dabei meistens an einem hoch gelegenen Platz. Der Weißstorch bevorzugt einen Platz auf Hausdächern, auf Masten, aber auch in Bäumen. Mit einem Gewicht von bis zu zwei Tonnen braucht das Nest eine stabile Grundlage.

Störche anlocken: So können Sie Ihren Garten herrichten

Immer häufiger passiert es mittlerweile auch, dass Störche über den Winter gar nicht mehr wegfliegen. Sie bleiben dann aufgrund der milden Winter in Deutschland*. Umso wichtiger ist es, den Tieren den passenden Lebensraum zu stellen. Im Garten gelingt das beispielsweise mit folgenden Elementen:

  • Teich
  • Hohe Bäume
  • Äste liegen lassen
  • Insektenschutz betreiben

Je vielfältiger und naturbelassener der Garten ist, desto wohler fühlen sich die Weißstörche. Das liegt unter anderem daran, dass sie beispielsweise in einem Garten, der Bienen und anderen Insekten einen Lebensraum bietet, leichter Nahrung findet. Ähnlich sieht es mit dem Teich aus. Ist ein Teich im Garten, können sich Frösche ansiedeln, die Weißstörche gerne verspeisen. Ein etwas unordentlicher Garten, in dem auch Äste und Laub an bestimmten Stellen herum liegen, bietet den Störchen außerdem genügend Baumaterial für ihre Nester. Hohe Bäume sind dann das passende Pendant dazu, da Störche ihre Nester gerne in bis zu vier Metern Höhe bauen. Wer den Störchen direkt ein gemachtes Nest vorsetzen möchte, kann sich an der Bauanleitung des Naturschutzbundes Deutschland orientieren.

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