Allergien vermeiden

Staubläuse bekämpfen: So werden Sie die Tierchen wieder los

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Staubläuse mögen Feuchtigkeit und können in größeren Anzahl auch Allergien auslösen. Die Tiere sind zwar störend, können aber drinnen gut bekämpft werden.

Essen – Staubläuse kommen, oft unbemerkt, beinahe überall vor. In Wohnungen schaden sie an sich nicht, sollten jedoch bekämpft werden, wenn es zu viele werden. Denn die Tierchen können Allergien auslösen.

Staubläuse bekämpfen: So werden Sie die Tiere los

Die Staubläuse (Psocoptera) sind unscheinbar, selbst als erwachsene Tiere. Sie werden ein bis zwei Millimeter groß, haben lange Flügel und ebenso lange Antennen. Wobei nicht alle Arten flugfähig sind. Der Kopf ist dreieckig und springen können Staubläuse auch. In Mitteleuropa gibt es etwa 100 Arten dieser Tiere und sie lieben hohe Luftfeuchtigkeit.

Staubläuse bekämpfen: Das mögen sie

Ähnlich wie andere vermeintliche Schädlinge wie Kellerasseln oder Silberfische mögen sie Feuchtigkeit und fressen Schimmelpilze, Flechten und Ähnliches. Draußen leben die Tiere etwa unter Rinde, im Totholz, an Pflanzen, machen aber auch vor Wohnungen und Häusern nicht Halt. (Kellerasseln bekämpfen: Wie Sie die Tiere los werden)

Ist es drinnen feucht genug, sind auch die Staubläuse nicht weit. Feuchte Tapeten ziehen die Tiere magisch an, sie mögen Papier, Pflanzen und auch Getreide. Fühlen sie sich wohl, können Staubläuse sich schnell vermehren. (Silberfische in der Wohnung: Das sind die Ursachen und so bekämpfen Sie sie)

Staubläuse bekämpfen: So verscheuchen Sie die Tiere

Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit sind typischerweise Bad und Küche, also ähnliche Lebensräume wie die von Kellerassel und Silberfischen. Staubläuse komplett aus der Wohnung zu verbannen, geht kaum, so der Deutsche Schädlingsbekämpfer-Verband e. V. (DSV).

Mit Hausstaubmilben haben sie gemein, dass auch Staubläuse Allergien auslösen können, so der DSV. Zudem deuten sie auf ein mögliches Schimmelproblem hin. Eine Laus lebt bis zu 12 Wochen, doch sie vermehren sich bei guten Bedingungen schnell.

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Wichtig ist bei der Bekämpfung:

  • Luftfeuchtigkeit in betroffenen Räumen dauerhaft senken.
  • Etwa durch regelmäßiges Stoßlüften, gekippte Fenster reichen nicht aus.
  • Bei Feuchtigkeit: Mauern trocknen. Eventuell eignen sich auch Luftentfeuchter.
  • Vorhandenen Schimmel entfernen.
  • Ein Dunstabzug hilft gegen Feuchtigkeit in der Küche.
  • Wäsche nicht in der Wohnung trocknen.
  • Lebensmittel sollten nicht offen herumstehen.
  • Fossiles Plankton (Diatomeenerde) soll gegen Staubläuse helfen.
  • Ebenso Kieselsäure.
  • Auch Teebaumöl und Neemöl sollen sich eignen.
  • Pyrethrum: Ist ein aus Chrysanthemen gewonnenes Insektizid, das im Notfall auch hilft. Zuvor sollten Sie aber andere Möglichkeiten testen.

Unter 60 Prozent Luftfeuchtigkeit fühlen die Staubläuse sich ohnehin nicht mehr wohl, die einfachste und effektivste Möglichkeit ist es also, die Räume gut zu lüften und die Feuchtigkeit zu reduzieren. Die Wohlfühltemperatur der Tierchen sind übrigens 25 Grad Celsius. Bis zu 85 Prozent Luftfeuchtigkeit finden sie perfekt. (Stinkwanzen in der Wohnung: So werden Sie die Tiere los)

Rubriklistenbild: © imago images / blickwinkel

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