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Schneckeneier finden und entfernen: So gehen Sie vor

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Von: Franziska Irrgeher

Im Herbst verschwinden die Schnecken scheinbar plötzlich aus dem Garten, zurück bleiben aber gut versteckt ihre Eier, und die sorgen im nächsten Jahr wieder für neue schleimige Gartengäste.

Hamburg – Schnecken, vor allem Nacktschnecken, sind bei Gärtnern selten beliebt – der Tigerschnegel bildet da eine Ausnahme. Im späten Sommer und Herbst sind Schnecken mit der Eiablage beschäftigt, damit die nächste Generation im folgenden Jahr dann schlüpfen kann. (Pflasterfugen begrünen: Wie Sie ungewolltes Unkraut ersetzen)

Schneckeneier finden und entfernen: So gehen Sie vor

Schnecke ist nicht gleich Schnecke: Im Garten gibt es Schnecken, die dem Gärtner nützen oder geschützt sind und solche, die sich rigoros über Pflanzen und Gemüse hermachen. Zur letzten Kategorie zählen die Nacktschnecken. Nützlich sind dafür Tigerschnegel, denn sie sollen Nacktschnecken und deren Eier fressen. Die Eier der Spanischen Wegschnecke stehen laut Norddeutschem Rundfunk (NDR) auf ihrem Speiseplan. Und Weinbergschnecken sind sogar geschützt.

Da sich vor allem Nacktschnecken gerne über frische Pflanzen hermachen, gelten sie bei Gärtnern meist als Schädlinge, deren Bestand eingedämmt oder vernichtet werden soll. Nachtschnecken finden sich im Garten aber nicht das ganze Jahr über. Viele Gärtner haben sicherlich schon beobachtet, dass die Schnecken im Herbst plötzlich verschwinden. Aber wo sind die Schnecken?

Viele von ihnen sterben im Herbst, zuvor legen sie aber noch ihre Eier ab. Manche Nacktschnecken und andere Arten halten auch Winterschlaf. In jedem Fall ist im Herbst die perfekte Zeit, um die Eier zu entfernen und so die Schneckenpopulation im Zaum zu halten. (Marienkäfer im Herbst: Deshalb sitzen sie an der Hauswand und so verhindern Sie das)

Schneckeneier finden und entfernen: So finden Sie die Schneckeneier und entfernen sie

Pro Schnecke sind es laut NDR etwa 400 Eier, auch wenn nicht aus allen Schnecken schlüpfen, kommt so einiges zusammen. Bevorzugte Eiablage-Plätze sind Spalten im Boden, Bereiche unter Regentonnen oder Kübeln. Auch Löcher in der Erde sind beliebt. Sehen Sie lieber öfter nach, denn Schnecken legen auch mehrmals Eier an einer Stelle ab. Ebenso beliebte Orte sind Laubhaufen, Kompost, Mulch, lose Steine oder Totholz. Die Eier sind etwa stecknadelkopfgroß, milchig-weiß und kommen in Gruppen vor.

Folgende verschiedene Möglichkeiten haben Sie bei der Entfernung von Schneckeneiern:

Mit diesen Maßnahmen können Gärtner zumindest einen Teil der Schneckenplage verhindern, alle werden Sie nicht finden. Daher sollten im Garten mit der richtigen Gestaltung auch Nützlinge gefördert werden, auf deren Speiseplan Schnecken oder deren Eier stehen. Beete lassen sich zudem gut gegen Schnecken schützen. (Schneckenschutz selbst bauen: So halten Sie die gefräßigen Tiere von Ihrem Gemüsebeet fern)

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