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Schmierläuse bekämpfen: So retten Sie Zimmerpflanzen vor Wollläusen

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Von: Franziska Irrgeher

Sie sind klein, weiß und plüschig: Schmierläuse oder auch Wollläuse genannt. Mit den richtigen Mitteln und Nützlingen werden Sie die Schädlinge wieder los.

München – Haben Sie kleine weiße „Flecken“ auf ihren Zimmerpflanzen? Dann sollten Sie mal beobachten, ob die sich vielleicht bewegen, denn meist sind es Schmierläuse. So schnell wie Spinnmilben richten sie keinen Schaden an, können aber überaus lästig sein. So werden Sie sie wieder los.

Schmierläuse bekämpfen: So retten Sie Zimmerpflanzen vor den Wollläusen

Was sind Wollläuse oder Schmierläuse eigentlich? Sie gehören zu den Schildläusen und dürften vor allem Zimmerpflanzenfans auch unter der englischen Übersetzung „mealybug“ bekannt sein, denn die Tiere werden unter Hobby-Gärtnern gerne diskutiert. Es gibt rund 1.000 Arten in der Familie, auf deren Unterschiede wir nicht näher eingehen. Grob lässt sich sagen: Die Tiere können einen bis zwölf Millimeter groß werden, sind meist weißlich (teils auch rosa oder hellbraun) und sehen meist behaart und flauschig aus. An Pflanzen entdecken Sie sie oft etwas geschützt an Blattachsen als eher reglosen weißen Punkt, es gibt sie auch als Wurzelläuse. Je nach Art saugen sich die Weibchen fest und bleiben dann an Ort und Stelle.

Zu sehen ist ein Blatt mit Wolllaus-Befall (Symbolbild).
Wollläuse vermehren sich rasant (Symbolbild). © blickwinkel/Imago

Schmierläuse bekämpfen: Das Schadbild

In Europa kommt vor allem die Zitrusschmierlaus als Schädling vor, ebenfalls die langschwänzige Schmierlaus, das Tückische an den Tieren ist die Schutzschicht, die sie bedecken kann, damit sind sie recht unempfindlich gegenüber einigen Mitteln. Ebenfalls gemein: Wollläuse sind in der Lage, sich über sogenannte Jungfernzeugung zu vermehren, rund 600 Eier kann das Weibchen jeweils ablegen. Eine Wolllaus macht also nicht viel, werden es mehr, haben Sie aber definitiv ein Problem. Der Schaden entsteht durch Saugen an den Pflanzen und dabei abgesondertes Gift. Honigtau begünstigt zudem Rußtaupilz. So erkennen Sie Schmierlaus-Befall:

Entgegen manch anderem Schädling mag es die Schmierlaus lieber hart, sie befällt beispielsweise Grünlilien, Yucca, Gummibaum oder Orchidee. Selbst der Kaktus ist nicht sicher.

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Schmierläuse bekämpfen: So werden Sie sie los

Idealerweise schleppen Sie sich die Tierchen gar nicht erst ein, daher sollte jede neue Zimmerpflanze kontrolliert werde und einige Wochen isoliert stehen. Haben Sie den Befall aber schon, ist längst nicht alles verloren. Einzelne Tiere können Sie ganz pragmatisch per Hand absammeln, doch oft sieht man nicht alle.

Folgende Methoden helfen gegen Wollläuse:

Bei größeren Pflanzenmengen im Haus sollten Sie ohnehin regelmäßig vorbeugend Nützlinge einsetzen, denn wie die Schmierlaus lebt so mancher Schädling lange unentdeckt. Haben Sie dagegen nur ein paar Pflanzen, ist regelmäßige Kontrolle nötig, idealerweise, wenn Sie gießen oder die Blätter reinigen. Zu viel Stickstoffdünger kann Wollläuse übrigens begünstigen.

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