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Schildläuse erkennen: Deswegen verkleben Ihre Pflanzen bei einem Befall

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist eine Ameise auf einem grünen Blatt, die an den Schilden von einigen Schildläusen interessiert ist.
Ameisen lieben den von Schildläusen hergestellten Honigtau (Symbolbild). © IMAGO / imagebroker/Michael Weber

Schildläuse setzen einer Pflanze stark zu und können sogar zu ihrem Absterben führen. Doch Gartenfreunde haben Möglichkeiten, sie zu bekämpfen.

Münster – Schildläuse sind gefürchtet unter erfahrenen Gartenfreunden, denn die Insekten treten oft in großer Anzahl auf und schaden dann den liebevoll gepflegten Pflanzen. Es gibt rund 9.000 Schildlausarten, von denen etwa 90 in Europa vorkommen. Gärtnerinnen und Gärtner können sich jedoch mit ein paar Tricks gegen die Schädlinge wehren.

Schildläuse erkennen: So werden Sie den Schädling wieder los

Wie ihr Name schon verrät, tragen Schildläuse einen für ihre Größe ausgeprägten Panzer. Der ist meist bräunlich, weißlich oder schwarz, wie die Landwirtschaftskammer NRW verrät. Diesen Schutzpanzer von etwa zwei Millimetern Durchmesser tragen ausschließlich die weiblichen Schildläuse, denn sie sind im Gegensatz zu den Männchen in den meisten Fällen komplett bewegungsunfähig. Männchen hingegen haben Flügel, mit denen sie sich zumindest etwas fortbewegen können. Der Schutzschild der Schildläuse-Weibchen dient zum Beispiel folgenden Zwecken:

Sage und schreibe 250 Eier kann ein Weibchen unter ihrem Schutzschild ablegen. Ab Anfang Juli schlüpfen die Larven dann und da sie sich in diesem Entwicklungsstadium noch bewegen, suchen sich einen eigenen Platz auf der Wirtspflanze. Interessant dabei ist, dass Männchen während ihres ganzen Lebens keine Nahrung zu sich nehmen. Schädlich für die Pflanze sind also die Weibchen, denn sie stechen mit ihrem Mundwerkzeug, das rüsselähnlich ist, in die Pflanze und saugen den zuckerhaltigen Saft auf.

Schildläuse können in den meisten Fällen nicht den gesamten Zuckeranteil verwerten und scheiden ihn als sogenannten Honigtau wieder aus. Um sich nicht selbst im klebrigen Sekret zu verfangen, schleudern die Insekten ihn möglichst weit von sich weg.

Schildläuse erkennen: So identifizieren Sie den Schädling

Das ausgesonderte Sekret verrät die Schildläuse in den meisten Fällen. Natürlich ist es nicht schön für Gärtnerinnen und Gärtner, wenn sie irgendwann klebrige Blätter an der Zimmerpflanze oder der Balkonpflanze entdecken. Doch dann sind sie der Identifizierung schon einen Schritt näher. Zudem hängen die kleinen, schwarzen, knubbelartigen Läuse meist auf der Blattunterseite. Es lohnt sich also, das Blatt auch von unten zu betrachten. Auch auf Zweigen und Trieben lassen sich die Insekten entdecken. Besonders Ameisen lieben den Honigtau, weswegen eine große Anzahl Ameisen ebenfalls ein Hinweis auf einen Schildlausbefall sein kann.

Auf der klebenden Substanz bildet sich meist schnell eine schwarze Schicht. Das ist der sogenannte Rußpilz, der dort den für ihn perfekten Nährboden findet. Ist die Pflanze auch noch davon befallen, steht es schlecht um sie, denn der Pilz hemmt die Photosynthese. Besonders bereits schwache Pflanzen werden von Schildläusen bevorzugt, da sie dann leichtes Spiel beim Befall haben.

Schildläuse erkennen: Folgende Pflanzen sind oft betroffen und so helfen Sie ihnen

Schildläuse sind sowohl an Pflanzen drinnen wie auch draußen zu finden. Laut der Landwirtschaftskammer NRW sind vor allem Grünpflanzen bei Zimmerpflanzen betroffen. Dazu zählen beispielsweise der Ficus und Palmen. Im Garten sind Schildläuse meistens an Oleander und Lorbeer anzutreffen sowie an Orchideen und Zitronenbäumen. Besonders beliebt sind bei Schildläusen auch Obstbäume wie Apfel-, Birnen-, Kirsch-, Zwetschgen- und Quittenbaum.

Die besten Möglichkeiten, Schildläuse fern zu halten, sind folgende:

Bevor Gärtnerinnen und Gärtner ihre Kübelpflanzen im Herbst wieder ins Winterquartier bringen, ist ein Check-up wichtig. Denn selbst im Winter überleben die Schildläuse teilweise, wenn zu milde Temperaturen herrschen*. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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