Allerweltsvogel erobert die Herzen

Rotkehlchen: So lebt der zutrauliche „Vogel des Jahres 2021“

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Das Rotkehlchen ist seit dem 19. März 2021 der neue „Vogel des Jahres“. So lebt der niedliche Vogel in unseren Parks und Gärten. Das frisst er am liebsten.

Berlin – Das Rotkehlchen ist ein recht bekannter Vogel, der in vielen Parks, Wäldern und Gärten anzutreffen ist. Allerdings ist er farblich gut an die Umgebung angepasst, sodass man das Rotkehlchen schnell mal übersieht. So lebt der beliebte Singvogel.

Rotkehlchen: So lebt der zutrauliche „Vogel des Jahres 2021“

Gerade erst wurde das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) zum „Vogel des Jahres“ gekrönt. In der Wahl durften dieses Mal Vogelfans selbst entscheiden und haben dem Rotkehlchen zum Sieg verholfen, knapp vor Rauchschwalbe und Kiebitz. Gefährdet ist das Tier zwar nicht, aber dafür einer der beliebtesten Vögel in Deutschland. Denn seien wir ehrlich: Rotkehlchen sind wirklich niedlich und auch recht zutraulich.

Laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) wird das Rotkehlchen zwischen 12,5 und 14 Zentimetern groß und ist Standvogel oder Teilzieher. Bei uns sieht man es das ganze Jahr über, im Winter auch oft an Futterstellen. An sich hat das Rotkehlchen von oben betrachtet ein eher unscheinbares, braunes Gefieder. Jedoch sind Kehle und Brust leuchtend orange, der Bauch hell. Von vorne erkennen wir das Rotkehlchen also sofort. Laut NABU sehen Männchen und Weibchen gleich aus, die Jungtiere haben aber noch keine orange Färbung.

Rotkehlchen sind zutraulich und kommen den Menschen laut NABU oft nahe. Vor allem bei der Gartenarbeit, wenn sie versuchen, Schnecken, Spinnen, Würmer oder Insekten zu finden. Ein ähnliches Prinzip wie im Garten verfolgt das Rotkehlchen auch außerhalb von Siedlungen. Wie der NABU berichtet, folgt es dann beispielsweise Wildschweinen, um die aufgeworfene Erde zur Nahrungssuche zu nutzen. Das Rotkehlchen kommt in Gärten, aber auch Parks und Wäldern vor, ebenfalls in offener Landschaft bei genug Brutmöglichkeiten in Sträuchern.

Ein paar Fakten über das Rotkehlchen:

  • Größe: 12,5 bis 14 Zentimeter
  • Gefährdet: Nein
  • Aussehen: Braunes Gefieder mit oranger Kehle und Brust und weißem Bauch.
  • Lebensraum: Parks, Gärten, Wälder, Friedhöfe, teils auch offene Landschaft.
  • Gesang: Laut NABU können beim Rotkehlchen Männchen und Weibchen singen.
  • Nahrung: Würmer, Spinnen, Insekten, Käfer, Raupen, Schnecken, im Herbst auch Beeren oder weiche Früchte. Laut Nabu jagt es am Boden hüpfend.
  • Passende Sträucher: Hartriegel, Pfaffenhütchen, Faulbaum, Schneeball und Co.
  • Brutzeit: Ab April
  • Nester: Bodennester in Gras oder Erdlöchern oder zwischen Wurzeln kommen laut NABU ebenso vor wie Nester in niedrig hängenden Nistkästen.
  • Nistkastentyp: Halbhöhle
  • Hilfe für das Rotkehlchen: Der NABU rät zu dichten Hecken, Efeu an der Hauswand und unaufgeräumten, strukturreichen Gärten.
  • Fun Fact: Laut LBV heißt das Rotkehlchen auch Rötele, Rotbrüstle oder Rotkröpferl

Übrigens kommt das Rotkehlchen auch noch in der Mythologie vor. So wurde es etwa mit Thor assoziiert, keltische und germanische Legenden sehen es als Überbringer der Sonne und in England ist das Rotkehlchen ein Weihnachtssymbol. Denn im viktorianischen Zeitalter hatten die Postboten, die die Weihnachtspost brachten, eine rote Uniform und wurden auch „Robins“ genannt, so zog dass Rotkehlchen als Motiv in Weihnachtskarten ein.

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