Eine Biene sammelt Nektar an einer rosafarbenen Rosenblüten. Symbolbild
+
Ungefüllte Rosen sind eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten (Symbolbild).

Blüten für Bienen und Co.

Insektenfreundliche Rosen: Mit diesen Sorten unterstützten Sie die Artenvielfalt

  • Stephanie Drewing
    vonStephanie Drewing
    schließen

Unter Rosen-Liebhabern ist die Rückbesinnung auf einfache, ungefüllte Blüten aktuell im Trend. Ein naturnaher Garten hilft nämlich der Insektenvielfalt.

München – Rosen im Garten sind wunderschön anzusehen und gelten zu Recht als die Königinnen unter den Blumen. Stets werden neue Rosen-Züchtungen vorgestellt, aber aktuell sind vor allem alte Sorten unter Gärtnerinnen und Gärtner beliebt. Im Vergleich zu den reich gefüllten Rosenblüten wirken die naturnahen Rosen etwas einfacher. Ihre Schönheit büßen sie aber in keiner Weise ein.

Insektenfreundliche Rosen: Mit diesen Sorten unterstützten Sie die Artenvielfalt

Aber die alten Rosensorten, auch einfache oder ungefüllte Rosen genannt, bringen viele Vorteile mit, die Rosenzüchter zu schätzen wissen:

Das Problem an den neueren Züchtungen ist meist, dass Bienen und andere Insekten in ihnen keine Nahrung finden. Die Staubgefäße sind in diesen Rosen nämlich zu Blütenblättern gezüchtet worden. Im Herbst tragen einfache Rosen oft einen schönen Hagebutten-Schmuck. Da aber insektenfreundliche Gärten heute immer wichtiger werden, erfreuen sich auch die einfachen Rosen-Züchtungen wieder neuer Beliebtheit.

Insektenfreundliche Rosen: Die besten Arten für Bienen und Hummeln

In naturnahen Bio-Gärten ist Natürlichkeit ein wichtiger Aspekt. Im Sommer erfreuen einfache Rosen nicht nur das Auge, sondern laden Insekten zum Nektarsammeln ein. Im Herbst helfen die Hagebutten auch vielen heimischen Vogelarten bei der Nahrungssuche. Je natürlicher der Garten gestaltet ist, umso besser für die heimische Insektenwelt.*

Die natürlichsten Rosen-Arten stammen von den Wildrosen ab. Sie blühen nur ein Mal, dafür aber sehr intensiv und sogar bereits im Mai. Idealerweise wählt man den Standort für die Strauchrose in der Nähe zu weiteren Sommerblumen. Gemeinsam mit Fingerhut, Frauenmantel oder Katzenminze fällt die kürzere Rosenblüte kaum mehr ins Gewicht, wie bei kraut&rüben erklärt.

Bienenfreundliche Rosen sind die folgenden Züchtungen:

  • Beetrose „Fortuna“: blüht den ganzen Sommer mit kleinen rosafarbenen Blüten, wird 50 Zentimeter hoch
  • Beetrose „Sweety Pretty“: blüht öfters im Sommer und hat weiße bis rosafarbene Blütenblätter, außerdem äußerst dunkle Staubblätter, die an Anemonen erinnern, Wuchshöhe von 60 bis 80 Zentimetern
  • Kleinstrauchrose „Celina“: Blüte ab Mai, robuste Kleinstrauchrose mit schwefelgelben Blüten, Wuchshöhe 60 bis 80 Zentimetern
  • Kleinstrauchrose „Escimo“: weiße, einfache Blüten, Wuchshöhe von etwa 80 Zentimetern, kann alleine stehen, aber auch mit weiteren Rosensträuchern
  • Strauchrose „Bourgogne“: blüht ein Mal, frosthart, Wuchshöhe 1,50 Meter und gilt als eine der schönsten Hagebutten-Rosen
  • Strauchrose „Geranium“: blüht ein Mal ab Ende Mai, einfache rote Blüten, Wuchshöhe 2,50 Meter
  • Kletterrose „Dortmund“: Wuchshöhe 3,50 Meter, frosthart, blüht öfter
  • Ramblerrose „Bobby James“: blüht einmalig, sehr intensiver Duft und weiße Blüten

Im Sommer können Gärtnerinnen und Gärtner, die gerne kochen, auch Marmelade aus den Hagebutten machen. *Merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare