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Rosa Grashüpfer: Tiere in ungewöhnlichen Farben dank Mutationen

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Von: Franziska Irrgeher

Zu sehen ist eine Sumpfheuschrecke auf Gräsern, die eine auffällig pinke Färbung hat (Symbolbild).

Derart auffällig gefärbte Tiere kommen immer wieder vor (Symbolbild). © R. Sturm / blickwinkel / Imago

Grashüpfer sind normalerweise grün oder bräunlich. Hüpft einem dann ein rosa Exemplar über den Weg, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. So kommt die Farbe zustande.

München – Grashüpfer sind nun nicht gerade auffällige Tiere, sie springen weg, sobald man sich nähert und tarnen sich recht gut. Gerade beim Nachtigall-Grashüpfer finden Naturfreunde aber gelegentlich rosa oder pinke Exemplare. Die Farbe ist ungewöhnlich, hat aber einen Grund. Rosa Tiere sind aber längst nicht alles.

Rosa Grashüpfer: Diese Mutationen verursachen Tiere in ungewöhnlichen Farben

Grashüpfer (Gomphocerinae) gehören zu den Feldheuschrecken und leben meist im Grasland. Der Gesang dient dabei entweder der Revierverteidigung oder dem Anlocken von Weibchen. Meist haben die Tiere einen braunen oder grünen Körper, es gibt aber auch außergewöhnlichere Exemplare mit lila oder rötlichen Bereichen.

Immer wieder tauchen dann intensiver gefärbte Grashüpfer auf, Funde aus Amerika und auch aus Deutschland landen in den Medien und sorgen für Verwunderung. Rosa Grashüpfer oder Heuschrecken, kann das wirklich echt sein? Ja, durchaus. Die ungewöhnliche Färbung mit großem Anteil an Pink oder Rosa verdanken die Tiere wahrscheinlich einer wenig erforschten Genmutation namens Erythrismus. Die sorgt dafür, dass die Tiere rötlich, rosa oder pink erscheinen und beschränkt sich nicht auf Insekten. Das Phänomen kann beispielsweise auch bei Fell, Federn oder Haut auftreten.

Rosa Grashüpfer: Weitere Tiere mit ungewöhnlichen Farben

Weitere rosa Tiere, die bereits beobachtet wurden, sind beispielsweise:

Besonders häufig kommt die rosa Färbung aber wohl bei Laubheuschrecken vor, die Tiere erreichen aber selten das Erwachsenenstadium. Wahrscheinlich werden sie vorher gefressen.

Neben dem Erythrismus existieren auch der bekannte Albinismus, der für weißes Fell oder weiße Haut sorgt sowie der Melanismus. Der betrifft beispielsweise Panther, die eigentlich Leoparden oder Jaguare mit schwarzem Fell sind. Im richtigen Licht ist das typische Muster trotz des dunklen Fells erkennbar. Andere Tiere können durch die Mutation auch komplett schwarz gefärbt sein. So etwa die Höllenotter, eine pechschwarze Kreuzotter.

Auch gelbe Ausprägungen sind möglich und heißen dann Xanthismus. So beispielsweise bei Mr. Yellow, ein knallgelber Rotkardinal. Apropos: Rote Federn und dergleichen können natürlich auch ganz ohne Mutation entstehen und normal sein. Eine andere Option ist beispielsweise die Verfärbung durch Futter, etwa bei Flamingos.

Wer aufmerksam durch die Natur geht, wird vielleicht früher oder später auch Fotos von Tiere mit seltenen Farben machen. Gerade die Grashüpfer sind auch in Deutschland ab und zu auffindbar.

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