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Regenwürmer züchten: Deswegen sind sie essenziell für einen guten Garten

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist ein Erdhaufen, auf dem zwei Regenwürmer krabbeln (Symbolbild).
Regenwürmer sind essenziell für einen lockeren Gartenboden (Symbolbild). © LBRF/Photographyfirm/Imago

Regenwürmer dürfen in keinem Garten fehlen. Sie sorgen nicht nur für den perfekten Boden, sondern erfüllen auch noch andere Zwecke. Sogar züchten lassen sie sich leicht.

Berlin – Regenwürmer sind nicht nur die Leibspeise von Amseln und anderen Vögeln, sondern wichtige Gartenbewohner, die für den besten natürlichen Dünger sorgen. Die kleinen, tauben und blinden Würmer durchwühlen das Erdreich und zersetzen organisches Material zu nährstoffreicher Erde. Für einen Garten sind die Tiere also ein wahrer Segen. Wer einen noch recht kleinen Bestand an Regenwürmern im Garten hat und diesen vergrößern will, kann die Tiere auch selbst züchten.

Regenwürmer züchten: So vermehren Sie die Tiere in Ihrem Garten

Regenwürmer erscheinen auf den ersten Blick sehr hilflos und langweilig. Die Tiere können laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) weder etwas sehen, noch riechen oder hören und sehen zudem im klassischen Sinne nicht sonderlich schön aus. Doch in dem schleimigen, länglichen Wurm steckt viel mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich ist: Sie sorgen in vielen Gärten für einen guten, bepflanzbaren Boden. Das macht der Regenwurm, indem er sich beständig durch den Boden gräbt, ihn so zum einen belüftet, zum anderen aber auch die untersten Bodenschichten nach oben bringt und für Bewegung im Erdreich sorgt.

In Deutschland gibt es 46 Regenwurmarten vor, besonders häufig folgende beide Arten:

Ihr Fressverhalten spielt für die Gartengesundheit eine entscheidende Rolle. Pro Tag muss ein Regenwurm laut NABU die Hälfte seines Körpergewichts fressen. Er bevorzugt organisches Material wie Laub, frisst aber auch Mikroorganismen. Da er sich ein Blatt nur im verrottetem Zustand einverleiben kann, klebt er es mit seinem Speichel zuerst für einige Zeit in einem seiner Gänge fest und frisst es dann zu einem späteren Zeitpunkt. Bis zu 20 Blätter kann ein Regenwurm in einer Nacht in seinen Gang ziehen. Das Tier ist also überaus aktiv und wichtig für einen gesunden Boden.

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Regenwürmer züchten: Mehr aktive Helfer im Boden

Nun kann es aber je nach Bodenbeschaffenheit oder Ort vorkommen, dass ein Garten nur sehr wenige Regenwürmer beherbergt. Besonders bei frisch angelegten Gärten ist das häufiger der Fall. Gärtnerinnen und Gärtner können dann einer Besiedlung etwas nachhelfen und selbst Regenwürmer züchten.

Mit einer sogenannten Wurmbox oder Wurmkiste lassen sich sowohl drinnen als auch draußen Regenwürmer wunderbar selbst züchten. Dafür brauchen Gartenfreunde laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) eine Box, die zwar Sauerstoff reinlässt, die Regenwürmer aber nicht raus. Ob die Box aus Holz oder Kunststoff ist, ist dabei egal. Diese Box legen Gartenfreunde mit einem Gartenvlies und unbedruckter Wellpappe aus. Darauf füllen Gartenfans Kompost und Laub, das i-Tüpfelchen sind dann eingeweichte Eierkartons. Darauf gießen Gärtnerinnen und Gärtner etwas Wasser, sodass die Erde feucht ist und geben gekaufte Regenwürmer mit etwas Gemüseresten hinein.

Die Kiste steht draußen am besten an einem schattigen Ort, zu hohe Temperaturen vertragen die Regenwürmer nicht. Im Winter muss die Wurmbox am besten im Gartenschuppen stehen, damit die Tiere nicht erfrieren. Besonders im Frühjahr und Herbst lassen sich dann immer wieder neue Würmer aus der Box nehme und im Garten verteilen.

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