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NABU Insektensommer: Der Marienkäfer belegt den ersten Platz

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Von: Eva Goldschald

Jedes Insekt zählt! Der Naturschutzbund, kurz NABU, möchte den Insekten mehr Beachtung schenken. Deshalb ruft er jedes Jahr zum Insektensommer auf. Die Auswertung ist nun beendet.

Berlin – Für viele Menschen sind Insekten nichts Besonderes und man schenkt ihnen kaum Beachtung. Sie sind jedoch viel nützlicher als man denkt. Mit dem Insektensommer will der NABU die Artenvielfalt erkunden und herausfinden, wo sie sich eigentlich genau aufhalten. Die letzte Zählung endete am 20. Juni 2021 und die Ergebnisse stehen fest.

NABU Insektensommer: Der Marienkäfer belegt den ersten Platz

Für viele Menschen sind Insekten immer noch ein Rätsel. Sie nerven, wenn sie umherschwirren, einen stechen oder kitzeln. Generell erhalten Insekten viel zu wenig Beachtung für das, was sie für uns tun. Das findet zumindest der NABU und ruft zweimal im Jahr für je zehn Tage dazu auf, Insekten zu zählen*. Die kleinen Tiere sind enorm wichtig für die Natur und die Menschen. Fast alle Pflanzen werden von ihnen bestäubt. Würden sie das nicht tun, hätten wir keine Ernte und folglich auch nichts zu essen. Mit dem Insektensommer möchte der NABU die Artenvielfalt erkunden und erforschen, wo Insekten sich aufhalten und wie sie sich geografisch verteilen. Mit der Aktion werden also nicht nur die Menschen sensibilisiert, die mitmachen. Der NABU erhält gleichzeitig wertvolle Daten zu den Insekten.

NABU Insektensommer: So funktioniert’s

Vom 4. bis 13. Juni und vom 6. bis 15. August ruft der NABU im Jahr 2021 zum Insektenzählen auf. Vor allem im Sommer findet man die ausgewachsenen Tiere besonders gut. Manche früher im Sommer, mache erst im Hochsommer. Deshalb hat der NABU diese beiden Zählzeiträume festgelegt. In Städten und auch auf dem Land sollen die Teilnehmer die gesichteten Insekten zählen und die Daten sammeln. Der NABU kann diese Ergebnisse dann über mehrere Jahre vergleichen und erhält so wichtige Informationen.

Grundsätzlich kann jedes Insekt erfasst werden. Da es aber so viele gibt, hat sich der NABU auf acht Kernarten festgelegt. Diese sollen vorrangig beobachtet und gemeldet werden. Im ersten Zählzeitraum im Juni waren es:

Im Hochsommer, also im zweiten Zählzeitraum, sollen die Teilnehmer besonders auf folgende Insekten achten:

Wem der Aufwand zu groß ist, der kann sich auch nur auf die Entdeckungsfrage konzentrieren. In diesem Jahr war es die Frage: Wer ist wer? Asiatischer oder Siebenpunkt Marienkäfer? In Deutschland gibt es etwa 70 verschiedene Arten. Mit der Entdeckungsfrage möchte der NABU herausfinden, inwieweit der Asiatische den heimischen Marienkäfer schon verdrängt hat und welcher demnach häufiger entdeckt wurde.

NABU Insektensommer: So funktioniert’s

Insgesamt bittet der NABU alle Teilnehmenden darum, nur die Insekten zu melden, die auch wirklich erkannt wurden. Man kann auch nur Schmetterling ohne eine genaue Bezeichnung angeben. Egal wo man sich aufhält, Naturfans können überall in Deutschland Insekten zählen. Wer viele Insekten wie zum Beispiel Ameisen auf einmal sieht, kann die Anzahl schätzen.

Im ersten Zählzeitraum ergaben sich unter den 4082 Meldungen und 32600 Beobachtungen folgende Ergebnisse:

Am häufigsten wurde der Asiatische Marienkäfer gesichtet. Nur in Rheinland-Pfalz belegt der heimische Siebenpunkt-Marienkäfer Platz eins. Die Steinhummel belegt Platz 2, die Hainschwebfliege Platz 3. Danach folgen Siebenpunkt-Marienkäfer, Wildbiene, Lederwanze, Westliche Honigbiene, Ameise, Fliege und die Ackerhummel.

In Mitteldeutschland haben die Teilnehmer vor allem den Hirschkäfer gemeldet. Die männlichen Tiere fallen durch ihr imposantes, rotes Geweih auf.

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