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Mücken als Artenretter: Deswegen sollten Sie sie nicht verteufeln

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Von: Anna Katharina Küsters

Mücken sind lästig im Sommer und wenige wären traurig, gäbe es sie nicht mehr. Doch die Tiere spielen im Ökosystem eine wichtige Rolle.

Dessau-Roßlau – Es vergeht kein Sommer, in dem nicht der ein oder andere Mückenstich höllisch juckt und anschwillt oder die Tiere einem den Schlaf rauben mit ihrem beständigen Gesumme. Doch so sehr Gartenfans die Insekten manchmal verfluchen, so sehr sind wir auch auf sie angewiesen. Denn ohne Mücken hätte die Menschheit ziemlich schnell ein Problem. Das zeigt sich vielleicht nicht direkt, wäre aber nach ein paar Jahren deutlich spürbar.

Mücken als Artenretter: So sehr sind wir auf die nervigen Brummer angewiesen

Stechmücken haben wirklich kein gutes Image im Sommer. Die Stiche, die sie hinterlassen, jucken teils wochenlang und können sich zu großen, schmerzenden Quaddeln entwickeln. Ein ruhiger Sommertag am See kann am Abend schnell zur unangenehmen Mücken-Jagd werden, denn das gesamte Leben einer Mücke ist an Wasserstellen geknüpft. Nur die Mückenweibchen saugen Blut, weswegen sie meist im Fokus stehen.

Die befruchteten Tiere überwintern in trockenen Kellern oder anderen Unterschlüpfen und legen dann im Frühjahr auf einer Wasseroberfläche laut dem Umweltbundesamt rund 150-300 Eier ab. Über vier Larven- und Puppenstadien entwickelt sich die Stechmücke zum adulten Tier. Sind die Bedingungen gut, dauert die vollständige Entwicklung gerade mal 14 Tage. Auf der ganzen Welt sind mittlerweile über 35.000 Stechmückenarten bekannt, in Deutschland sind vor allem 50 Arten verbreitet. Stechmücken-Weibchen werden teilweise mehrere Monate alt, wohingegen die Männchen eine deutlich kürzere Lebenserwartung haben.

Zu sehen sind sieben Mückenlarven, die kopfüber an der Wasseroberfläche hängen (Symbolbild).
Mückenlarven filtern das Wasser (Symbolbild). © blickwinkel / Imago

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Mücken als Artenretter: Deswegen brauchen wir die Blutsauger

Ein Prozess, auf den viele Menschen wahrscheinlich getrost verzichten könnten, wenn sie dann nicht mehr als Wirte für die Mücken herhalten müssten. Zudem übertragen Mücken nicht selten Krankheiten, während sie Menschen stechen*. Doch so einfach ist es nicht. Denn eine Auslöschung aller Stechmücken hätte fatale Auswirkungen auf uns.

Das würde laut dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) passieren, wenn es keine Mücken mehr gäbe:

Mücken sind zwar nicht ganz so essenziell wie beispielsweise Bienen, doch auch sie haben ihren berechtigten Platz im Ökosystem und sichern das Überleben anderer Tierarten. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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