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Meisenknödel-Netze: Deshalb sind sie eine Falle für Vögel und andere Tiere

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Von: Joana Lück

In der Herbst- und Winterzeit sollte man Vögel wieder füttern, da ihr natürliches Futterangebot knapp wird. Gekaufte Meisenknödel im Netz können aber schlimme Folgen haben.

Berlin – Naturfreunde und Hobby-Ornithologen kommen im Winter wieder auf ihre Kosten. Denn wenn Vögel in der Natur kein Futter mehr finden, ist es umso wichtiger, die Tiere in Gärten und Balkonen anzufüttern. Doch herkömmliche gekaufte Meisenknödel sind zwar nahrhaft, stellen aber mit ihren Netzen aus Plastik ein Risiko für die Vögel dar. Zum Glück können Sie Meisenknödel auch ganz einfach selbst machen.

Meisenknödel-Netze: Deshalb sind sie eine Falle für Vögel und andere Tiere

Vögel, die wie Eichhörnchen keinen Winterschlaf machen, sind auf die Nahrung des Menschen angewiesen. Denn im Winter sind dank Frostdecke und Schnee Wiesen und potenzielle Nahrungsquellen zugefroren.* Laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) sollte man beim Kauf von Meisenknödeln und ähnlichen Produkten darauf achten, dass diese nicht, wie leider noch häufig üblich, in Plastiknetzen eingewickelt sind. Vögel können sich mit ihren Beinen darin verheddern und schwer verletzen, so NABU. Dann schwant den Tieren ein ähnliches Schicksal wie beispielsweise Schildkröten im Meer, wenn sich diese in Plastikabfall verheddern und so verenden. Hinzu kommt, dass wenn die Meisenknödelnetze schließlich zu Boden fallen, sie noch ein Problem für die Natur und Kleinsäuger darstellen.

Dabei sind selbstgemachte Meisenknödel so einfach in der Herstellung. Laut NABU braucht man dafür nur Folgendes:

Eine Meise, die an einem Meisenknödel nagt. (Symbolbild)
Vögel können sich an herkömmlichen Meisenknödeln verletzen. (Symbolbild) © Jürgen Landshoeft/Imago

Man sollte darauf achten,  dass die Tierfette für die Herstellung von Vogelfutter aus regionaler Bio-Erzeugung stammen. Wie Sie Wasserschalen eisfrei halten, erfahren Sie hier.

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Meisenknödel-Netze: So stellen Sie harmlose Meisenknödel her

Laut NABU erwärmt man das Fett in einem Topf und achtet darauf, dass es nicht zu sehr erhitzt wird, denn dann riecht es unangenehm. Sobald das Fett flüssig ist, können Sie die jeweilige Futtermischung hinzugegeben. Je mehr Körner man hinzufügt, desto lockerer wird die Mischung im erkalteten Zustand. Geben Sie einen Schuss Speiseöl hinzu, denn so verhindern Sie, dass das Fett zu hart wird und bröckelt.

Für den Meisenknödel das erkaltende aber noch formbare Gemisch zu Knödeln formen und direkt die Kordel zum Aufhängen mit einarbeiten. Wenn der Knödel ausgekühlt ist, kann er an den gewünschten Platz gehangen werden. Der Platz sollte aber nicht in der prallen Sonne sein, denn dann kann der Knödel schmelzen oder aus der Kordel herausfallen. Ebenso effektiv sei es laut NABU, anstatt die Meisenknödel aufzuhängen, die Masse einfach an Baumstämme zu streichen. Noch kreativer kann man beim Bau von Futterspendern für Vögel werden. *Landtiere.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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