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Mehlschwalbe auf dem Rückzug: Warum der Zugvogel gefährdet ist

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Von: Franziska Irrgeher

Zu sehen ist eine Mehlschwalbe an einer Hauswand vor einem künstlichen Nest (Symbolbild).
Mehlschwalben sieht man immer seltener an Hauswänden (Symbolbild). © L. Werle/Imago

Mehlschwalben sind bekannt, doch Lebensraum an Häusern finden sie nur noch selten. Warum der Vogel gefährdet ist und wie jeder helfen kann.

Berlin – Mehlschwalben sehen elegant aus mit dem schwarzen Gefieder an der Körperoberseite und der weißen Unterseite. Meist sind sie fliegend oder an den Nestern hängend anzutreffen. Sofern es diese Nester überhaupt noch gibt, denn die Mehlschwalbe zählt zu den gefährdeten Vögeln, ihr Bestand ist abnehmend. Doch wer in passender Lage wohnt, kann helfen.

Mehlschwalbe auf dem Rückzug: Deshalb ist der beliebte Zugvogel gefährdet

Wer auf dem Land aufgewachsen ist, wird sich an sie erinnern: Dutzende Schwalben, die eifrig nach Insekten jagen und ihre Nester an Hauswände bauen. Schwalben sind den Menschen so vertraut, dass sie sogar Einzug in die Bauernregeln gehalten haben. Da heißt es unter anderem „Mariä Geburt fliegen alle Schwalben furt“ und „An Mariä Verkündigung kommen die Schwalben wiederum.“, die Tiere zeigen also recht genau den Wechsel der Jahreszeiten und des Nahrungsangebots an. Doch die eigentlich so bekannte Mehlschwalbe (Delichon urbicum) hat es zunehmend schwer, der Naturschutzbund Deutschland (NABU) gibt an, dass sie gefährdet sei, der Bestandstrend mit minus 44 Prozent abnehmend.

Mehlschwalbe auf dem Rückzug: Verhalten und Gefährdung

Zu beobachten seien Mehlschwalben bei uns laut NABU zwischen April und September, als Langstreckenzieher überwintern sie dann in Afrika. Wie viele andere Zugvögel ist die Schwalbe also nicht ganzjährig zu beobachten. Neben der Mehlschwalbe sind bei uns vor allem Rauchschwalbe und Mauersegler bekannt.

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Mehlschwalben brüten in Kolonien, so der NABU. Nester fänden sich an Gebäuden oder Felswänden, Insekten werden oft im Flug gefangen. Offenes Gelände werde für die Nahrungssuche bevorzugt, höhere Gebäude für die Nester. Und das kann zum Problem werden beziehungsweise wurde es längst. Denn Schwalben an Fassaden können diese nun mal verdrecken, bekannt ist dieses Problem auch von Tauben. Gefährdet seien die Tiere durch Vergrämungsmaßnahmen, zerstörte Nester, Insektenschwund und moderne Architektur, so der NABU.

Dabei wäre es so einfach, ihnen zu helfen, ohne die ganze Fassade zu ruinieren.

Mehlschwalbe auf dem Rückzug: So können Sie helfen

Wer die Mehlschwalbe mag, der kann ihr zunächst bei der anstehenden Wahl zum „Vogel des Jahres 2022“ seine Stimme geben*, dort nehmen auch Bluthänfling, Wiedehopf, Feldsperling und Steinschmätzer teil. Abgesehen davon können Vogelfans aber der Mehlschwalbe auch so helfen:

Damit leisten Sie schon einen großen Beitrag zum Erhalt der Vögel. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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