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Marienkäfer-Larven: So nützlich sind die schwarz-roten Tiere im Garten

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Von: Franziska Irrgeher

Im Juni sind an vielen Gartenpflanzen seltsame kleine „Käfer“ unterwegs mit schwarz-rotem Körper und teils einigen Stacheln. Das sind Marienkäfer-Larven und die sind überaus nützlich.

Veitshöchheim – Mit den Nützlingen im Garten ist das so eine Sache. Bestenfalls besteht ein Gleichgewicht zwischen Nützlingen und Schädlingen. Fressen und gefressen werden quasi. Doch während Blattläuse schnell die Pflanzen erobern und dann mit den Ameisen gute Unterstützer finden, müssen die passenden Nützlinge erst mal schlüpfen. Darunter auch die Larven der Marienkäfer.

Marienkäfer-Larven: So nützlich sind die schwarz-roten Tiere im Garten

Kürzlich erst belegte der Marienkäfer bei der NABU-Zählaktion „Insektensommer“ den ersten Platz. Marienkäfer kennt jedes Kind, sei es der Siebenpunkt-Marienkäfer oder einer der vielen anderen. Vereinzelt sitzen die Tierchen tatsächlich schon an Hauswänden oder Pflanzen, ganz unauffällig kommt aber noch ein weiteres Entwicklungsstadium des Marienkäfers in Spiel: die Larve. Die lebt eher unbemerkt an Pflanzen, ist aber überaus nützlich.

Marienkäfer soll dem Volksglauben nach die Jungfrau Maria den Landwirten gegen Schädlinge gesandt haben. Erwachsene Käfer können tatsächlich über 100 Blattläuse am Tag fressen, so die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Doch weit bevor wir die ganzen Glücks-Käfer dann im Herbst an den Hauswänden oder in der Wohnung haben, legen sie erst Eier. Das Weibchen der Marienkäfer legt bis Anfang Mai ihre Eier ab, bis zu 400 Stück können es je nach Art sein. Aus denen schlüpfen dann irgendwann die Larven und die sind für Gartenfans ein wahrer Segen.

Marienkäfer-Larven: Aussehen und Nutzen der Tiere

So sehen Marienkäfer-Larven aus:

Die kleinen Larven finden sich meist ohnehin an Pflanzen, die von Blattläusen befallen sind, denn dort werden die Eier gerne abgelegt. Eine Marienkäfer-Larve frisst bis zum Verpuppen bis zu 600 Blattläuse. Auf dem Speiseplan stehen daneben noch Blattwespen, Wanzen und Spinnmilben. Aus diesem Grund werden Marienkäfer-Larven auch gerne als Nützlinge in der Wohnung und im Gemüsebeet eingesetzt. Wer aber Marienkäfer-Larven im Garten hat, ohne sie zu kaufen, sollte sich freuen.

Zum Verpuppen klebt die Larve sich dann an ein Blatt (oder im Fall der Autorin teils auch an die Hauswand) und wird zur Mumienpuppe. In diesem Stadium sieht sie weder der Larve noch dem Käfer besonders ähnlich. Zerstören Sie die Puppen also nicht aus Versehen. Irgendwann schlüpft dann der fertige Marienkäfer und frisst ebenfalls viele Blattläuse.

Auch wenn die Larven also eher eklig aussehen, sollten Gartenfans sie nicht verscheuchen oder gar bekämpfen. Zusätzlich können Sie versuchen, weitere Nützlinge wie etwa Florfliegenlarven anzulocken. Das gelingt mit einem tierfreundlichen Garten gut.

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