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Linden-Wanzen im Frühjahr: Aus diesen Gründen müssen Sie sich nicht vor den Tieren fürchten

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Von: Anna Katharina Küsters

Sie treten zwar meist in Scharen auf, doch die Linden-Wanzen-Gruppen sind völlig harmlos. Nicht mal den Linden, an denen sie sitzen, schaden die Tiere.

Berlin – Frühlingszeit bedeutet meistens auch Wanzen-Zeit. Denn sobald die Temperaturen steigen, sind die Bedingungen für die Tiere perfekt und die Fortpflanzung beginnt. Besonders Linden-Wanzen sind in den vergangenen Jahren immer häufiger auch im Norden Deutschlands anzutreffen, obwohl sie eigentlich aus dem Mittelmeerraum stammen. Milde Winter machen es den Tieren einfacher und sie sind im Frühjahr zu Hunderten an Lindenbäumen zu finden.

Linden-Wanzen im Frühjahr: Deswegen sind die Tier auch in großer Anzahl nicht gefährlich

Im Frühling finden Gartenfreunde Linden-Wanzen ihrem Namen entsprechend in Scharen an Lindenbäumen. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) können teils Zehntausende Wanzen an einem Baum krabbeln. Das ist jedoch kein Grund zur Sorge, denn die Tiere schaden weder dem Baum noch den Menschen.

Zu sehen ist der Stamm einer Linde auf dem Tausende kleine Linden-Wanzen krabbeln.
Linden-Wanzen tummeln sich im Frühjahr zu Zehntausenden an einer Linde (Symbolbild). © IMAGO / STAR-MEDIA

Die Linden-Wanze (Oxycarenus lavaterae) gibt es noch nicht allzu lange in allen Teilen Deutschlands. Wer selbst Linden-Wanzen in seinem Garten entdeckt, kann das dem NABU melden. So helfen Gartenfreunde dabei, den Bestand der Tiere in Deutschland zu beobachten. Besonders im Norden war sie lange Zeit gar nicht vorhanden, da das Tier milde Temperaturen braucht, um zu überleben. Die kalten Monate verbringen Linden-Wanzen nämlich laut dem Amt der Steiermärkischen Landesregierung in den Ritzen von Lindenrinde. Sonderlich warm hält diese nicht, sodass viele Tiere bei zu kalten Wintern sterben würden.

Sie trägt auch den Namen Malven-Wanze, was ebenfalls ein Hinweis auf ihren bevorzugten Aufenthaltsort ist. Denn neben Linden sitzen Linden-Wanzen gerne an und auf:

Auch die Feuer-Wanze, die in Deutschland weit verbreitet ist, aber ebenfalls keinen Schaden anrichtet, tummelt sich gerne an Malvengewächsen oder Linden. Forscherinnen und Forscher vermuten, dass die Nährstoffzusammensetzung der Bäume beide Tiere mit dem Nötigsten versorgt. Wanzen saugen für sie wichtigen Saft aus Blättern und holzigen Teilen der Pflanze, um zu überleben. Auswirkungen auf die Vitalität der Pflanze hat der Vorgang aber nicht.

Linden-Wanzen im Frühjahr: Lebensweise der Krabbeltiere

Besonders häufig können Gärtnerinnen und Gärtner Linden-Wanzen im Frühjahr und im Herbst beobachten. Im Frühjahr krabbeln die Tiere aus den Rindenritzen der Linde wieder hervor, so denn sie den Winter überlebt haben, und beginnen mit der Paarung. Dabei sind sie häufig in der sogenannten Kopulationsstellung zu entdecken. Zwei Tiere verbinden sich dabei mit ihrem Hinterleib.

Unter günstigen Bedingungen entstehen so über das Jahr verteilt bis zu drei Wanzen-Generationen, die jeweils einen Monat brauchen, um auszuwachsen. Die Wanzen-Weibchen legen ihre Eier in der Rinde der Lindenbäume ab. Sobald die Larven geschlüpft sind, wandern sie mit den erwachsenen Wanzen gen Baumkrone in die Blätter und ernähren sich vom Saft des Baumes.

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