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Libellen im Garten: So locken Sie sie in Ihren Garten

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Von: Mattias Nemeth

Sie überlebten sogar den Untergang der Dinosaurier. Im Garten sehen sie nicht nur wunderschön aus, sondern schützen uns auch vor Mückenplagen: Libellen.

München – In ihrer vielfältigen Farbenpracht gleiten Libellen an den Ufern der Seen und Teiche entlang. Doch auch im Garten kann man diesen wundervollen Geschöpfen ein Zuhause schaffen und sie anlocken. Macht man alles richtig, dann kümmern sie sich auch um die lästigen Mücken und Blattläuse.

Libellen im Garten: So locken Sie sie in Ihren Garten

Grundsätzlich sind einige der einheimischen Libellenarten nicht sehr anspruchsvoll, was ihr Zuhause angeht. Diese sind an Seen, Tümpeln, Sumpfgebieten und einfachen Teichen zu finden. Aber es gibt auch eine Vielzahl an seltener anzutreffenden Arten, die sich auf gewisse Umgebungen spezialisiert haben. Um möglichst viele Libellen anzulocken, sollte man ihnen also eine recht abwechslungsreiche Feuchtgebiet-Umgebung schaffen.

Eine Feuerlibelle sitzt auf einen Grashalm. (Symbolbild)
Libellen sind schön anzusehen und helfen uns gegen Schädlinge. (Symbolbild) © imageBROKER/Imago

So brauchen manche Libellenarten unter anderem folgende Lebensräume:

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Libellen im Garten: Schutz- und Jagdreviere schaffen

Ein richtiges Libellenparadies kann man schaffen, in dem man einen Teich mit verschiedenen Bereichen der oben genannten Lebensräume schafft*. Durch das Weglassen von Fischen ermöglicht man es den Larven, mit etwas weniger Gefahr aufzuwachsen. Gänzlich kann man ihnen die Fressfeinde nicht vom Hals halten, da auch Frösche, Fledermäuse oder Vögel einem kleinen Libellen-Larven-Snack nicht abgeneigt sind. Aber hat das Feuchtgebiet einen schlammigen Grund, können sich die Larven vor diesen Feinden verbergen.

Am Rand des Libellenbiotops sollten Halme wachsen, von denen aus die Libellen ihre Jagdflüge starten können. Hierfür eignen sich zum Beispiel: Ziergräser, Schachtelhalm, Mädesüß, Gartenbambus, Rohrkolben, Farne oder auch Schwertlilien. Des Weiteren sind Steinhaufen in den sonnigen Bereichen des Biotops empfehlenswert. Denn wo Libellen sind, da wird die Mücken- und Blattlaus-Population auf natürlichem Wege verringert. Vor allem in Naturgärten und einer Permakultur lohnt es sich deshalb, Teiche und Sumpfbeete anzulegen. Dort finden außerdem auch Frösche und Molche den dringend benötigten Lebensraum, wie kraut&rüben berichtet.
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