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Laufenten im Garten: Diese Bedingungen brauchen die niedlichen Schnecken-Fresser

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Von: Franziska Irrgeher

Laufenten gelten als Geheimwaffe gegen Schnecken im Garten. Die Tiere haben Schnecken zum Fressen gern, brauchen aber wie jedes Tier die passenden Haltungsbedingungen.

München – Schafe statt Rasenmäher, Laufenten gegen Schnecken und Nützlinge gegen Schädlinge. Es klingt etwas einfacher, als es ist. Denn während Nützlinge sich von selbst ansiedeln und unsere Pflege nicht brauchen, sind Laufenten domestizierte Tiere und damit auf ihre Besitzer angewiesen. Das bedeutet Verantwortung und Arbeit, aber auch sehr niedliche Schneckenfresser im eigenen Garten.

Laufenten im Garten: Das sind die Vor- und Nachteile der Schnecken-Fresser

Tiere gegen Schädlinge oder zum Kürzen des Rasens sind keine neue Idee. Beispielsweise werden zwischen jungen Bäumen oft Schafe als „Rasenmäher“ gehalten, doch dabei handelt es sich meist um land- oder forstwirtschaftliche Betriebe mit entsprechenden Erfahrungen in der Tierhaltung. Wer nun im eigenen Garten mit Tieren starten möchte, hat oft die Wahl zwischen Hühnern, Kaninchen und Laufenten. Letztere haben den Vorteil, dass sie Schnecken fressen und vor allem für diese Aufgabe werden sie oft gekauft. Eine schnelle Entscheidung sollte so etwas keinesfalls sein, denn Sie übernehmen damit die volle Verantwortung für gleich mehrere Lebewesen.

Laufenten im Garten: So leben die Tiere

Laufenten sind praktisch flugunfähig, dafür können sie aber umso besser laufen. Es gibt sie in diversen Farben, manche sehen Stockenten recht ähnlich, andere sind weiß oder braun. Vor allem aber lieben Laufenten Würmer und Schnecken. Und damit wären wir bei den Vor- und Nachteilen, denn Schnecken möchten Gartenfans meist loswerden, Würmer aber gerne behalten. Was die Ente nun frisst, entscheidet das Tier, eine ganz so gezielte Schädlingsbekämpfung ist mit Laufenten also nicht möglich. Die Tiere fressen aber sogar die Spanische Wegschnecke und verursachen kaum Unordnung im Garten, im Gegensatz zu scharrenden Hühnern.

Laufenten legen außerdem bis zu 150 oder mehr Eier im Jahr, die natürlich auch von Gartenfans verwertet werden können. Wahrscheinlich kamen Laufenten um 1850 nach Europa und wurden auf den britischen Inseln gezüchtet. Als domestizierte Tiere brauchen sie unseren Schutz und Gartenfans sollten vor allem bedenken, dass eine Laufente bis zu 15 Jahre alt wird.

Laufenten im Garten: Das ist bei der Haltung zu beachten

Das bedeutet also, dass es mit einer kurzzeitigen Anschaffung gegen einige Schnecken nicht getan ist. Wer so etwas plant, sollte sich Laufenten „mieten“, auch das geht für eine gewisse Mietgebühr.

Entscheiden Sie sich aber dafür, dass Laufenten dauerhaft in Ihren Garten einziehen sollen, ist Folgendes wichtig:

Wer sich unsicher ist, ob Laufenten wirklich die richtigen Tiere sind, kann es erst mal mit Miet-Enten versuchen oder sich bei Entenhaltern in der Gegend informieren und einige Tage beim Füttern und Misten helfen.

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