Nahaufnahme eines Marienkäfer auf einen grünen Blatt. Symbolbild.
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Marienkäfer im Garten fressen Blattläuse von Pflanzen (Symbolbild).

Insekten-Bestimmung

Käfer im Garten: Diese Arten helfen dabei, Schädlinge in Schach zu halten

  • Stephanie Drewing
    vonStephanie Drewing
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Heimische Käfer sind im Garten sehr willkommen, da sie auf ganz natürliche Art Schädlinge in Schach halten. So erkennen Sie die nützlichen Käfer.

München - Den Garten vor Schädlingen schützen geht auch ohne Pestizide. Was sie dafür tun müssen? Sorgen Sie dafür, dass sich Nützlinge wie die richtigen Käfer-Arten in ihrem Garten ansiedeln und vor Schädlingen schützen. Zu den Nützlingen im Garten zählen neben Insekten auch Vögel und Maulwürfe. Besonders Insekten sind für unser Ökosystem unverzichtbar. Bienen, Schmetterlinge, Ameisen und Käfer helfen dabei, dass sich Pflanzen vermehren können und verbessern die Fruchtbarkeit des Bodens.

Käfer im Garten: Diese Arten helfen dabei, Schädlinge im Schach zu halten

Doch auch unsere heimischen Käfer sind vom Insektensterben betroffen, da ihr Lebensraum immer kleiner wird. Gärtnerinnen und Gärtner sind eingeladen, ihre Gärten insektenfreundlich zu gestalten, damit auch Käfer eine Zukunft haben. Sie danken es ihnen auch, indem Sie Blattläuse und andere Schädlinge von Gartenpflanzen fernhalten.

Käfer im Garten: Käfer in den Garten einladen mit insektenfreundlicher Gestaltung

Gärtnerinnen und Gärtner freuen sich besonders, wenn sich nützliche Käfer-Arten bei ihnen im Garten ansiedeln. Mit offenen Armen werden Marienkäfer, Laufkäfer oder Glühwürmchen empfangen. Diese vertilgen nicht nur fleißig Blattläuse, sondern jagen sogar Schnecken. Mit ein paar einfachen Tricks können Sie die Käfer im Garten anlocken:

  • Füllen Sie alte Ton-Blumentöpfe mit Stroh und stellen diese überkopf als Rückzugsort auf.
  • Marienkäfer und andere Käfer lieben Laubhaufen und Mischhecken.
  • Lassen Sie alte, morsche Baumstämme im Garten liegen, um Feuerkäfer einzuladen.

Auch dabei zeigt sich, dass ein naturnaher Garten ein ideales Insektenparadies ist und sich auch Bienen und Schmetterlinge darüber freuen, wenn ihnen Lebensräume angeboten werden.

Käfer im Garten: Diese Arten wollen Sie in ihrem Garten

Bei der Gartenarbeit treffen Gärtnerinnen und Gärtner auf allerlei Getier: egal ob Würmer, Wanzen, Spinnen oder Käfer. Über diese Arten sollten Sie sich im Garten freuen:

  • Rosenkäfer: Der Rosenkäfer frisst Pollen, Staubbeutel und manchmal auch die Blütenblätter von Rosen, Schlehen, Holunder und Flieder. Seine Eier legt er in morsches Holz im Wald, in Kompost und manchmal auch in humusreiche Erde im Balkonkasten. Die Engerlinge ernähren sich von verrottenden Pflanzenteilen. Die Larven werden oft mit denen des Maikäfers verwechselt, die als Schädling gelten.
  • Marienkäfer: Der Siebenpunkt-Marienkäfer frisst Schildläuse und Blätter. Im Frühjahr ist er auf Gehölzen zu finden und wechselt später auf Stauden und Blumen, weil er dort seine Beute findet. Der Käfer überwintert oft in Gruppen in der Laubstreu von Gehölzen. Manchmal verirren sie sich aber in unsere Wohnungen, wo sie aber wieder hinausgetragen werden sollten.*
  • Gold-Laufkäfer: Der Gold-Laufkäfer schillert grün-goldig und ist ein geübter Jäger. Zu seiner Beute zählen Kartoffelkäfer, Drahtwürmer, Raupen, Engerlinge, Schnecken und sogar Regenwürmer und kleine Schlangen. Er jagt tagsüber, die Larven des Laufkäfers jagen in der Dämmerung. Der Käfer lebt gerne in Gärten, auf Feldern oder am Waldrand und ist von April bis August aktiv. Er überwintert unter Steinen und Mosspolstern.
  • Feuerwanze, seltener auch Feuerkäfer: Die Wanzen sind kein Problem im Garten, da sie die Samen von Linden, Malven oder Hibiskus aussaugen. Gehölze werden durch die Wanze nicht beschädigt und auch keine weiteren Gartenpflanzen.
  • Großer Leuchtkäfer: Nur die Weibchen des Großen Leuchtkäfers lassen ihren Hinterleib leuchten und ziehen damit die umherschwirrenden Männchen an. Sie lieben naturnahe, frische Wiesen. Dort ernähren sich ihre Larven von Nackt- und Gehäuseschnecken, die sie mit einem giftigen Biss erlegen.

Besonders lebenswert wird der Garten vor allem durch den konsequenten Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel. Nützlinge wie Käfer, Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Vögel und weitere Kleintiere bleiben dann langfristig in den Gärten. Davon profitiert das ökologische Gleichgewicht und die typisch auftretende Probleme im Anbau von Zier- und Nutzpflanzen reduzieren sich. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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