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Japankäfer – gefährdet er die Ernte? Erstmals in Deutschland entdeckt

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Von: Franziska Irrgeher

Japankäfer ähneln Maikäfern und sehen unscheinbar aus. Doch sie können große Schäden bei Ackerbau und Obst anrichten. Nun wurde einer in Deutschland entdeckt.

Freiburg – Erstmals tauchte der Japankäfer schon im Juli 2021 in Basel auf, also grenznah zu Deutschland. Im November 2021 ging nun auch hierzulande ein Exemplar in die Falle. Was das für die Ernte bedeuten könnte und woher die Käfer kommen, erklären wir im Folgenden.

Japankäfer – gefährdet er die Ernte? Erstmals in Deutschland entdeckt

Der Japankäfer (Popillia japonica) stammt aus Asien und gehört zu den Blatthornkäfern. Optisch ähnelt er ein wenig unseren Maikäfern. Erwachsene Tiere werden etwa einen Zentimeter lang und halb so breit, also deutlich kleiner als Maikäfer. Ihr Körper hat einen metallisch-grünen Schimmer, die Deckflügel sind braun, die Seiten des Käfers weisen schwarz-weiß wirkende Streifen auf. Genau genommen handelt es sich um Haarbüschel in verschiedenen Farben. Japankäfer haben laut dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) über 300 Wirtspflanzen. Und genau das ist das Problem der Neuentdeckung in Deutschland.

Zu sehen sind einige Japankäfer, die an einem Blatt fressen (Symbolbild).
Der Japankäfer wurde erstmals auch in Deutschland lebend nachgewiesen (Symbolbild). © Ivan Kuzmin/Imago

Japankäfer – gefährdet er die Ernte? Die Entdeckung in Freiburg

Wie aus einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg (RP) vom 23. November 2021 hervorgeht, hat der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums in einer Pheromonfalle Anfang November einen männlichen Japankäfer entdeckt. Dies sei der erste amtlich bestätigte Fund eines lebenden Tieres in Deutschland. Eingestuft werde der Japankäfer in der EU als prioritärer Unionsquarantäneschädling.

Was bedeutet das nun? Laut dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (Julius Kühn-Institut) sind Unionsquarantäneschädlinge jene mit großer Schadwirkung, zudem seien diese Tiere in der EU entweder noch nicht besonders verbreitet oder treten noch nicht auf. Prioritäre Schädlinge seien Unionsquarantäneschädlinge mit hohen möglichen Schäden.

Konkret nennt das RP folgende Kulturarten, die durch den Japankäfer bedroht sein können:

Weiterhin gibt das LTZ an, dass der Japankäfer auch Erdbeeren, Gartenbohnen, Spargel oder Rhabarber frisst. Rosen und Blauregen seien bei den Tieren beliebte Zierpflanzen. Hinzu kommen Laubgehölze.

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Das Ausmaß eines Befalls in Deutschland könnte somit in ferner Zukunft natürlich auch Hobbygärtner und Hobbygärtnerinnen betreffen. Damit es so weit gar nicht erst kommt, soll die Überwachung durch den Pflanzenschutzdienst ab Beginn der Flugzeit der Tiere intensiviert werden, so das RP. Übrigens ist der Japankäfer keineswegs der einzige neu eingeschleppte Schädling. Vergangenes Jahr wurde beispielsweise erstmals die Samuraiwespe als natürlicher Feind der ebenfalls invasiven marmorierten Baumwanze nachgewiesen. Übrigens kann jeder mithelfen, der (vorwiegend rund um Baden-Württemberg) den Verdacht hat, einen Japankäfer gefunden zu haben, der zuständige Pflanzenschutzdienst helfe weiter, so das LTZ im Juli 2021.

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