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Igel im Frühling: So können Sie den Tieren jetzt helfen

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Von: Franziska Irrgeher

Im Frühling erwacht die Natur wieder zum Leben und die Igel aus dem Winterschlaf. Mit der passenden Gartengestaltung und etwas Futter können Sie die Tiere unterstützen.

Hilpoltstein – Mit den ersten warmen Frühlingstagen erwacht die Natur so langsam wieder aus dem Winterschlaf. Bäume treiben neu aus, Blumen beginnen zu blühen und auch Tiere kehren nun wieder in den Garten zurück. Auch der Igel erwacht im Frühling aus dem Winterschlaf. Das braucht das Stacheltier nun und so sieht ein igelfreundlicher Garten aus.

Igel im Frühling: Wann sie aufwachen und wie Sie das Tier unterstützen können

Im Frühjahr erwachen Igel wieder aus dem Winterschlaf, wenn die Temperaturen für längere Zeit um die zehn Grad Celsius liegen, berichtet „Igel in Bayern“, ein Projekt des Landesbundes für Vogelschutz (LBV). Die Männchen seien früher dran als die Weibchen und das Aufwachen koste die Tiere viel Energie. Kein Wunder also, dass die niedlichen Stacheltiere sich danach erst mal auf Nahrungssuche begeben. Einen genauen Zeitplan für das Erwachen der Igel gibt es nicht, denn es hängt natürlich vom Wetter ab. Als grobe Richtlinie wachen die ersten Igel im März, manche aber auch Ende April erst auf.

Genau das wird aber gerade im Frühjahr zum Problem. Denn die ersten Gartenarbeiten stehen an und so verschwindet manches Winterquartier schneller, als dem Igel lieb ist. Verschieben Sie die Aufräumarbeiten daher lieber etwas, bis es dauerhaft warm genug ist.

Nach dem Winter haben Igel erst mal Hunger und auch Durst. Laut Mitteldeutschem Rundfunk verliert ein Igel bis zu 40 Prozent seines Körpergewichts während des Winterschlafs. Igelhilfen raten daher auch im Frühjahr zur kurzen (!) Zufütterung, nicht länger als drei Wochen. Geeignet ist beispielsweise Katzenfutter mit der richtigen Zusammensetzung. Nähere Informationen dazu geben die Igelhilfen und Naturschutzorganisationen. Denn wenn die Stacheltiere erwachen, bietet der Garten oft noch nicht ausreichend Insekten. Ebenso wichtig ist das Wasser, daher sollte im Garten auch immer eine für Igel gefahrlos erreichbare Wasserstelle verfügbar sein.

Einige Infos zu Igeln im Frühjahr:

Igel im Frühling: Diese Elemente braucht ein igelfreundlicher Garten

Es kann sein, dass der Igel nicht bei Ihnen im Garten überwintert hat, im Frühjahr aber wieder zurückkehrt. Damit sich das Stacheltier dauerhaft im Garten wohlfühlt und ihn in sein Revier integriert, gibt es ein paar Elemente, die nicht fehlen dürfen. Allen voran ist da eine saubere und gut erreichbare Wasserstelle. Teiche, Regentonnen und anderen Stellen, in denen Tiere ertrinken können, sollten abgedeckt oder mit einer Ausstiegshilfe versehen werden. Gleiches gilt für Kellerschächte oder steile Treppen.

Totholzhecken, Laub- und Reisighaufen und etwas Unordnung locken Insekten und damit auch Igel an. Heimische Pflanzen sind sinnvoller als andere Ziergehölze und giftfreies Gärtnern sollte die Grundlage eines igelfreundlichen Gartens sein. Damit die Igel auch in den Garten gelangen können, muss der Zaun entsprechend hoch oder durchlässig sein, zehn Zentimeter Höhe vom Boden aus reichen.

Laubsauger und Mähroboter sollten Igelfans maximal vorsichtig, besser gar nicht benutzen. Igel schlafen im Sommer auch mal im hohen Gras, bedenken Sie das beim Mähen! Zwischen November und März ist zudem Vorsicht beim Umsetzen des Komposthaufens geboten, so der Bund Naturschutz, auch hier könnten Igel überwintern. Ein strukturreicher Garten mit wilden Ecken und genügend Insekten als Nahrung lockt garantiert Igel an. Wer keinen Platz für Laubhaufen, Steinkonstruktionen oder Totholzhaufen hat, kann außerdem Igelhäuser anbieten.

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