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Hornissen: Harmlose Nützlinge im Garten

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Von: Franziska Irrgeher

Hornissen sind deutlich größer als Wespen oder Bienen. Einige bekommen bei ihrem Anblick Panik. Doch sie sind vollkommen harmlos, wenn man beim Umgang einige Dinge beachtet.

Berlin – Eine Monster-Wespe. Zumindest sieht die Hornisse erst mal so aus, denn die Königinnen sind deutlich größer als Wespe oder Honigbiene. Wenn sich die Tiere dann auch noch in die Wohnung verirren oder unpassende Nistplätze suchen, bricht Panik aus. Dabei ist eine Hornisse im Normalfall sehr harmlos und nicht gefährlich.

Hornissen: Ungefährliche Nützlinge im Garten

Viele Menschen haben Angst vor Wespen, Bienen und Co. Meist liegt ein schlechtes Erlebnis zugrunde, etwa ein schmerzhafter Stich oder schlimmstenfalls eine Allergie. Der Anblick einer Hornisse beruhigt die Gemüter da nicht unbedingt, denn sie sehen Wespen recht ähnlich, sind aber viel größer. Doch die Angst ist unbegründet (Allergiker ausgenommen).

Denn Hornissen sind nicht nur recht friedfertige Zeitgenossen, sondern auch überaus nützlich. Leider suchen sie sich aber manchmal vollkommen unpassende Nistplätze aus.

Hornissen: Lebensweise im Jahresverlauf

Doch um die Hornisse (Vespa crabro) nicht zu fürchten, muss man erst mal wissen, wie sie lebt. Hornissen gehören zu den Faltenwespen und können eine beachtliche Größe erreichen. Königinnen werden laut NABU bis zu vier, Arbeiterinnen bis zu drei Zentimeter groß. Hornissen haben zudem eine unterschiedliche Lebenserwartung, Arbeiterinnen etwa nur rund vier Wochen, die Königin dagegen lebt ein Jahr.

So leben Hornissen das Jahr über:

Hornissen: Gefahr und Nutzen

Leider existiert der Spruch „Sieben Hornissenstiche töten ein Pferd, drei einen Erwachsenen und zwei ein Kind“, der Hornissen gar nicht gut dastehen lässt.

Um die vermeintliche Gefahr noch ein mal durch unsere eigene Erfahrung zu verdeutlichen: Jedes Jahr wieder sucht eine (neue) Hornissenkönigin neben dem Badezimmer der Autorin nach einem Nistplatz an einem Schuppen und verirrt sich dabei öfter nach drinnen ins Haus. Sie lässt sich problemlos wieder nach draußen setzen. Selbst das sanfte Wegschieben mit bloßen Händen endete noch nie mit einem Stich.

Sofern Sie ruhig bleiben und die Tiere nicht stören oder das Nest bedrohen, greifen die Tiere nicht an. Hornissen stechen nur zur Verteidigung. Zudem sollte der Weg zum Nest frei bleiben. Allerdings sollten Allergiker vorsichtig sein und in der Nähe von Hornissennestern unbedingt Fliegengitter am Fenster anbringen. Die schützen nebenbei aber auch vor neugierigen Wanzen oder Marienkäfer-Invasionen.

Sollte das Nest dennoch mal an sehr ungünstiger Stelle entstehen, braucht es eine Sondergenehmigung von Naturschutzbehörden, um Nester zu entfernen und umzusiedeln. Hierbei können für den Auftraggeber Kosten entstehen. Damit es gar nicht so weit kommt, können Gartenfans jedoch an geeigneter Stelle einfach spezielle Hornissennistkästen anbieten. Dafür gibt es Bauanleitungen oder fertige Modelle zum Aufhängen. Achten Sie unbedingt auf robuste und wetterfeste Modelle, die mit Profis zusammen entwickelt wurden. Eine andere Alternative ist das frühzeitige Abdichten oder Verschließen potenzieller Nistplätze, bevor die Königin auf die Suche geht.

Es gibt aber einen guten Grund, weshalb Hornissen im Garten bleiben sollten. Wie bereits erwähnt, jagen sie Insekten für die Brut. Das sind Fliegen, Mücken, Motten, können aber auch Bienen und Wespen sein. Somit tragen Hornissen zum Gleichgewicht im Garten bei und halten Gartenfans einige Schädlinge vom Leib.

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