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Herbstzug der Kraniche: Wo Sie die Vögel im Oktober beobachten können

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Von: Franziska Irrgeher

Zu sehen sind fünf Kraniche auf einem abgeernteten Maisfeld, einige recken die Köpfe in die Höhe (Symbolbild).
Kraniche vollführen teils sehenswerte Tänze (Symbolbild). © blickwinkel/Imago

Kraniche sind faszinierende und anmutige Tiere, im Herbst kann ihr Zug in Teilen Deutschlands beobachtet werden. Wo Sie die Vögel entdecken können.

Berlin – Ein wahres Naturschauspiel steht für Vogelfans im Oktober und November an: der Zug der Kraniche. Je nach Region sind dann die Schwärme gut zu beobachten und zu fotografieren. Wo die Tiere rasten und fliegen, erfahren Sie im Folgenden.

Herbstzug der Kraniche: Wo Sie die Vögel aktuell beobachten können

Der Kranich (Grus grus) ist ein schönes und faszinierendes Tier und nicht umsonst Bestandteil vieler Kunstwerke. Gefährdet sind die Tiere laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) nicht, der Bestand ist eher zunehmend. Doch was die Tiere besonders macht, ist vor allem ihr Zug, je nach Standort sind dann Tausende Kraniche gleichzeitig zu beobachten.

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Kraniche sind in Deutschland laut NABU ganzjährig zu beobachten, die Tiere sind etwas größer als Weißstörche und haben ein blaugraues Gefieder mit langen Schirmfedern. Sind die Tiere aufgeregt oder balzen, führen sie laut NABU Tänze vor, Köpfe und Schnäbel recken sie dabei in die Luft. Zum Brüten nutzen die Kraniche Moore und Feuchtgebiete, auf ihrem Zug machen sie außerdem auf Feldern Rast und übernachten an Gewässern. Laut NABU sind Kraniche Kurzstreckenzieher, die vor allem beim Zug trompetenartige Laute hören lassen.

Herbstzug der Kraniche: Die besten Beobachtungspunkte

Im Herbst fliegen die Kraniche ins Winterquartier und bieten mit ihrem Zug Tierfreunden ein tolles Schauspiel. Unzählige Tiere sind mit etwas Glück dann zu beobachten und können abgelichtet werden.

Folgende Plätze sind laut der Seite kraniche.de beispielsweise Rastplätze der Vögel:

Diese Plätze punkten vor allem mit Maisanbau, sodass die Tiere dort genug Nahrung finden. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) nennt als Beobachtungsplätze außerdem den Schaalsee, die Lewitz, den Naturpark Mecklenburgische Schweiz, das Tister Bauernmoor, die Hohwachter Bucht und einige mehr. Je nach Region gibt es meist eigene Internetseiten, die die Routen und Rastplätze im Detail auflisten.

Das sind aber längst nicht alle Rastplätze und auch Menschen aus dem Süden Deutschlands müssen nicht traurig sein. Laut dem Landesbund für Vogelschutz gibt es sogar in Bayern mit Stand April 2021 etwas weniger als 40 Brutpaare und neue Zugwege sollen auch über Bayern und Baden-Württemberg führen. Kraniche für jeden quasi. Denn beim Zug seien die Tiere flexibel, so der LBV.

Beim Flug sind die Kranichgruppen keilförmig aufgebaut, sie kommunizieren währenddessen mit Lauten miteinander und ziehen meist in Etappen mit Zwischenaufenthalten. Insgesamt spielen Witterung und Wind eine Rolle. Morgens brechen die Tiere auf, machen zwischendurch Rast auf Feldern und finden sich etwa in der Dämmerung an Schlafplätzen ein. Wer in der Nähe Kranichsammelplätze kennt, kann sich also mit Kamera oder Fernglas auf die Lauer legen, ansonsten bieten viele Regionen auch gezielt Kranichwanderungen oder Führungen an.

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