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Haselmaus im Garten: So lebt das seltene Tier unbemerkt bei Ihnen im Garten

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Von: Franziska Irrgeher

Die Haselmaus gehört zu den Bilchen, das erkennt man schon am Schwanz. Was das kleine Nagetier so alles macht, erfahren Sie hier.

Hamburg – Mäuse lösen bei einigen Menschen eher Ekel und Panik aus, die Haselmaus dagegen ist ein besonders niedlicher Vertreter der Nagetiere. Kein Wunder, gehört sie doch wie der Siebenschläfer zu den Bilchen. Neben schwarzen Kulleraugen und plüschigem Fell hat das Tier aber noch mehr zu bieten und freut sich über Lebensraum in Natur und Garten.

Haselmaus im Garten: So lebt das niedliche Tier unbemerkt bei Ihnen

Haben sie schonmal eine Haselmaus gesehen? Nein? Dann sind Sie damit nicht alleine, denn die Tiere sind recht unscheinbar, aber definitiv niedlich. Die Haselmaus gehört zu den Bilchen, ist also eigentlich gar keine Maus, sie ist deren kleinster Vertreter, berichtet die Deutsche Wildtier Stiftung. Neben der Haselmaus ist der Siebenschläfer einer der bekannteren Bilche.

Laut der Wildtier Stiftung wird die Haselmaus bis zu sechs Jahre alt und bis zu 35 Gramm schwer, sie ernährt sich unter anderem von Haselnüssen, Pollen und Nektar, Insekten, Samen und einigem mehr. Die Tiere sind nachtaktiv, typische Feinde sind laut der Wildtier Stiftung daher:

Haselmäuse können gut klettern, der Schwanz macht fast die halbe Körperlänge aus und sie haben goldbraunes Fell mit weißem Fleck an Brust und Kehle. Die Tiere kommen in fast ganz Europa vor, sind aber dennoch selten.

Zu sehen ist eine Haselmaus, die auf den Hinterbeinen stehend ein Buchenblatt umklammert (Symbolbild).
Haselmäuse sind ab der Dämmerung aktiv und daher selten zu sehen (Symbolbild). © blickwinkel/Imago

Haselmaus im Garten: Tagesablauf und Winterschlaf

Haselmäuse verschlafen den Tag, laut Wildtier Stiftung in Nestern aus Gras und Laub zwischen Zweigen. Die Nester für die Jungenaufzucht seien etwas größer, es werden auch mal Nistkästen genutzt. Die Tiere sind ab der Dämmerung aktiv und leben in Feldgehölzen, Wäldern und allgemein Bereichen mit vielen Versteckmöglichkeiten. Aktiv sind sie laut der Stiftung nur von April bis Oktober. Danach beginnt meist der Winterschlaf. Bei all dem haben die scheuen Tiere aber ein Problem: Ihr Lebensraum wird zerstört, Naturfreunde können da also helfen.

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Haselmaus im Garten: So können Sie ihr helfen

Die Haselmaus war zuletzt im Jahr 2017 „Wildtier des Jahres“ und hat laut der Wildtier Stiftung etwas ganz Besonderes drauf: Sie kann einzelne Finger krümmen und auch gegenüberstellen, somit Äste fest umklammern, ganz ohne Daumen. Selbst glatte Baumstämme seien kein Problem, der Schwanz diene zudem der Balance.

Wer also die Chance haben will, das niedliche Tier mal auf der Wildkamera im eigenen Garten zu sehen, der sollte handeln. Denn durch Lebensraumverlust wird auch die Haselmaus bedroht. Verloren gehen laut Wildtier Stiftung vor allem Saumstrukturen, die Stiftung setzt sich daher auch mit den Lebensraumansprüchen der Haselmaus auseinander und versucht zu schützen. Doch nicht nur die Fachwelt kann etwas tun, auch Gartenbesitzer können dem Tier helfen:

Zu sehen sind Haselnüsse mit kreisrunden Fraßspuren der Haselmaus (Symbolbild).
So sehen die Fraßspuren der Haselmaus aus (Symbolbild). © blickwinkel/Imago

Haselmäuse sind übrigen europaweit geschützt, freuen Sie sich also über den seltenen Gast.

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