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Grasmilben im Rasen: Deswegen juckt ein Biss schon ungeheuerlich

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Von: Anna Katharina Küsters

Grasmilben sind kaum zu erkennen, doch hinterlassen ihre Bisse deutliche Spuren auf der Haut. Um sich davor zu schützen, gibt es einige Tricks.

Hamburg – Das gemütliche Sommer-Picknick auf der Wiese oder den Barfuß-Spaziergang vermiesen einem Grasmilben leider sehr schnell. Denn auch wenn Gartenfans die winzigen Tiere kaum sehen, lauern sie im Sommer gerne an Grashalmspitzen und warten auf vorbeilaufende Wirte – wie zum Beispiel den Menschen. Grasmilben zu erkennen, ist oft nicht möglich, da sie nicht größer als 0,2 Millimeter werden. Gegen die Tiere lässt sich jedoch einiges unternehmen.

Grasmilben im Rasen: So schützen Sie sich vor ihren Bissen

Die Grasmilbe trägt viele Namen, so manch eine Gärtnerin oder ein Gärtner kennt sie sicherlich auch unter dem Namen Herbstmilbe oder Erntemilbe. Dabei suggeriert dieser Name, dass die Tiere nur im Herbst vorkämen, was jedoch leider nicht stimmt. Sobald das Wetter warm und feucht genug ist, schlüpfen die zur Familie der Laufmilben gehörenden Tiere aus ihren im Boden eingegrabenen Eiern. Daraufhin wandern sie bevorzugt auf die Spitzen von Grashalmen, wo sie auf vorbeigehende Wirte warten.

Zu denen gehören neben Tieren oftmals fälschlicherweise auch Menschen. Die Grasmilbe sucht sich bevorzugt warme und feuchte Hautstellen aus, wie etwa Kniebeugen oder Ellenbogen und beißen dort zu. Mit ihrem Mundwerkzeug injiziert sie laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) bestimmte Enzyme, die die Hautstellen aufweichen. Das erleichtert es der Grasmilbe, Zellsaft und Lymphe zu saugen.

Das Festbeißen und Ansaugen kann sich besonders bei Tieren über mehrere Tage hinstrecken. Besonders häufig betroffen von Grasmilben sind zum Beispiel:

Haben sich die Grasmilben vollgesogen, lassen sie sich abfallen und entwickeln sich zu erwachsenen Tieren. Erreichen sie dieses Stadium, sind sie für Menschen und andere Tiere nicht mehr gefährlich, da sie den Rest ihres Lebens unter der Erde verbringen.

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Grasmilben im Rasen: So sehen die Bisse aus

Haben Grasmilben sich einen menschlichen Wirt ausgesucht, führt das oft zu stark juckenden Hautpartien. Die Bisse der Tiere sind in der Regel für Menschen ungefährlich, sind aber teils noch nach Tagen zu spüren und lösen stärkeren Juckreiz als Mückenstiche aus. Dabei belassen es die Grasmilben meist nicht nur bei wenigen Stichen, sondern übersäen meist größere Hautpartien mit vielen kleinen Bissen. Allergische Reaktionen wie etwa das Auftreten roter, dicker Quaddeln sind bei den meisten Menschen üblich. In seltenen Fällen tritt auch Fieber auf. In der Regel treten diese Reaktionen jedoch erst nach über einem Tag auf, wenn die Grasmilben schon längst nicht mehr am Körper sind. Sie als Verursacher dingfest zu machen, ist also meist sehr schwer. Von Juli bis Oktober sind Grasmilben besonders aktiv*.

Grasmilben im Rasen: Das hilft gegen den Juckreiz

Da der Juckreiz teilweise sehr stark ist, müssen Gartenfans bestimmte Tricks kennen, um ihn unter Kontrolle zu bringen. So hilft es laut dem NRD beispielsweise, einen heißen Löffel auf die Bissstelle zu drücken. Hilft das nicht mehr, ist es ratsam, sich beim Arzt eine Cortison-Salbe oder Antihistaminika zu besorgen. Denn sind die Bisse einmal aufgekratzt, entzünden sie sich, was die Haut schwer verletzten kann. Vorbeugend hilft es, lange Kleidung zu tragen und Mückenschutz mit den Wirkstoffen Deet oder Icaridin zu benutzen. Hunde sollten Pflanzenfans nach dem Spaziergang mit einem Anti-Milben-Spray einsprühen. Außerdem ist es sinnvoll, den Rasen öfter zu mähen und zu wässern. Im besten Fall spült das die Grasmilben fort. *Hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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