1. 24garten
  2. Mein Garten
  3. Tiere

Giftige Tiere: Deswegen müssen Sie eine Berührung vermeiden

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Die giftigen Tiere sind in Deutschland im Garten in der Unterzahl, zu nahe sollten Gartenfreunde ihnen aber nicht kommen. Sie sind keine Gefahr fürs Leben, lösen aber unangenehme Reizungen aus.

Hamburg – Im Normalfall wünscht sich jeder Gartenfreund einen möglichst vielfältigen Garten, der vor kleinen und größeren Tieren nur so wimmelt. Denn das ist ein Zeichen für ein gutes ökologisches Gleichgewicht. Hinzu kommt, dass viele Tiere Schädlinge wie die Wühlmaus fernhalten und so dem Gärtner und der Gärtnerin nutzen. Doch auch in Deutschland gibt es einige Kandidaten, denen Menschen mit Vorsicht begegnen sollten. Denn einige Tiere sind giftig.

Giftige Tiere: Folgende Arten finden Sie in Ihrem Garten

Der Garten bietet die perfekte Möglichkeit, Tiere genauer zu beobachten. Ob größere Vögel wie Eule, Amsel und Buntspecht, kleiner Exemplare wie die Blaumeise und das Eichhörnchen oder winzige Vertreter wie Spinnen und Kellerasseln sowie Wanzen. In der Regel bereiten Gärtnerinnen und Gärtner ihre Oase sogar extra so vor, dass sich besonders viele Tiere dort ansiedeln. Frühblüher locken Bienen und andere Insekten in Scharen in den Garten, ein Teich verschafft auch Fröschen einen Lebensraum. Besonders für Kinder ist das rege Treiben von kleinen und großen Tieren im Garten spannend, wodurch sie schnell eine Verbindung zur Natur aufbauen.

Vorsicht ist jedoch geboten bei einigen Giftpflanzen im Garten, denn die sind nicht nur für Haustiere wie Kaninchen, Hunde oder Katzen giftig, sondern auch Kinder können körperliche Schmerzen und andere Symptome entwickeln, wenn sie die falschen Pflanzen in den Mund stecken oder sogar essen. Ähnlich sieht es auch mit giftigen Tieren im Garten aus. Denn davon gibt es auch in Deutschland noch einige.

Giftige Tiere: Bei diesen Gesellen müssen Sie vorsichtig sein

Pflanzenfans wollen es oft nicht glauben, aber auch in hiesigen Breitengraden gibt es giftige Tiere im Garten. Zu den bekanntesten giftigen Tieren im Garten zählen:

Die Gelbbauchunke ist besonders in Süddeutschland verbreitet, jedoch mittlerweile stark gefährdet. Sie erreicht laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) eine maximale Länge von 5,5 Zentimetern und ist damit im Teich und anderen Wassergebieten schwer zu entdecken. Wenn es gut für die Gelbbauchunke läuft, erreicht sie ein Alter von 15 Jahren. Ihre gelben Tupfen auf dem Rücken machen schon von Weitem klar, dass sie giftig ist und Feinde lieber einen Bogen um sie machen sollten. Das Gift sondert sie dabei über ihre Haut ab. Für Menschen ist das Gift ungefährlich, jedoch reizt es die Schleimhäute, sodass Gartenfreunde einen Kontakt vermeiden sollten. Über den Besuch der Gelbbauchunke sollten sich Pflanzenfans jedoch allgemein freuen, denn das Tier ist vom Aussterben bedroht und äußerst selten zu entdecken.

Auch wenn der Name süß und lustig klingt, ist die Spitzmaus mit Vorsicht zu genießen. Im Gegensatz zur Wühlmaus gehören sie nicht zu den Nagetieren, sondern zu den Insektenfressern. Damit sind sie Verwandte des Maulwurfs und des Igels. Die Wasserspitzmäusen und Kurzschwanzspitzmäusen geben über ihre Unterkieferspeicheldrüse Gift ab, mit dem sie ihre Beutetiere lähme und töten können. Für den Menschen ist ein Biss recht ungefährlich, es kommt jedoch zu einer geröteten und schmerzhaften Bissstelle. Die kleinen Tiere sollten Gartenfreunde also einfach besser in Ruhe lassen, wenn sie sie in Teichnähe entdecken. Aufgrund der länglichen und spitzzulaufenden Nase des Tiers ist sie leicht von anderen Mäusen zu unterscheiden.

Nagetiere wie Rötelmaus und Brandmaus sind zudem häufig Überträger des Hantavirus. Durch einen Biss, aber auch durch das Einatmen der Viren kann sich der Mensch anstecken. Bisher gibt es gegen die Viren noch keine Impfung.

Giftige Tiere: Das müssen Sie bei Kreuzotter und Ölkäfer beachten

Kreuzottern mögen es besonders gerne feucht. Wer also seinen Garten in der Nähe eines Moores oder größeren Wassergebietes hat, dem kann so ein Exemplar schon mal über den Weg kriechen. In der Regel können Menschen dann jedoch entspannt bleiben, denn der Biss einer Kreuzotter ist grundsätzlich ungefährlich. Er kann jedoch eine allergische Reaktion hervorrufen, weswegen ein Besuch beim Arzt oder der Ärztin sinnvoll ist. Laut der Deutschen Wildtierstiftung hat die Kreuzotter zwei Giftzähne, an denen sich Drüsen befinden, durch die sie das Gift pumpen. Das Gift lähmt ihre Beute, sodass sie sie leichter fressen können. Besonders in Norddeutschland ist die Schlange verbreitet.

Der Ölkäfer ist sehr unscheinbar und gerade mal zehn Millimeter groß. Um sich vor Feinden zu schützen, produzieren die Käfer in ihren Körpern giftige Abwehrstoffe, die sie über größere Poren an ihren Beingelenken abgeben. Das austretende Sekret erinnert an Öltropfen, so kam der Käfer an seinen Namen. Für den Menschen macht bei diesem Käfer die Menge das Gift aus. Kommt er in Kontakt mit dem Sekret, kann es zu Schleimhautentzündungen und allergischen Reaktionen kommen. Ähnlich wie die Gelbbauchunke ist jedoch auch der Ölkäfer gefährdet. Wenn Gartenfreunde ihn entdecken, sollten sie einfach Abstand halten, sich über die Präsenz des Käfers aber freuen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant