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Gemüseeule: Eine fliegende Plage, die selbst Schnecken in den Schatten stellt

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Von: Mattias Nemeth

Es gibt einen Schädling, der fliegend seine Eier auf unser Gemüse legt. Seine ärgerlichen Fraßspuren an den Tomaten werden nicht selten den Schnecken in die Schuhe geschoben.

München – Plötzlich haben die Tomaten Fraßspuren, aber keine Schnecke und keine Schleimspur weit und breit ist zu sehen. Erst dann fällt der Blick auf die Blätter, auch diese haben eine Vielzahl an Löchern und sind teilweise eingerollt. Genau dort auf den Blättern ist eine Form des gefräßigen Schädlings zu finden. Raupen in verschiedenen Farben hängen in lang gezogener Form an den Blättern. Vor allem die grünen, braunen und grauen Exemplare fallen nur bei genauem Hinsehen auf.

Gemüseeule: Eine fliegende Plage, die selbst Schnecken in den Schatten stellt

Die Raupen vergreifen sich aber nicht nur an den unreifen und reifen Tomaten und Paprika, sondern auch an den Blättern und fressen sogar den Stamm an. Diese Plage kommt auch dorthin, wo keine Schnecke hinkommt. Mitten auf die Terrasse, auf den Balkon oder über jede andere Schneckenabwehr im Hochbeet. Die Weibchen der Gemüseeule legen ihre kugelförmigen 50 bis 300 Eier auf der Blattunterseite ab, die oft in Schichten angeordnet werden. Daraus schlüpfen die Raupen, die das Gemüse in ihren sechs Larvenstadien heimsuchen. Vor allem die zweite Raupenform ist die, die es ganz besonders auf die Tomaten und Paprika abgesehen hat. Aber sie fressen auch:

Die ausgewachsenen Gemüseeulen ernähren sich wie die meisten Nachtfalter von Nektarpflanzen.

Eine braune, schwarze und grüne Gemüseeulenraupe. (Symbolbild)
Die Raupen der Gemüseeule können in verschiedenen Farben auftauchen. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

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Gemüseeule: Vorbeugen und bekämpfen

Die beste Methode, um sich gegen die Falter zu wehren, sind feinmaschige Netze. Aber es geht auch einfacher. So wirkt Borretsch durch seinen Duft auf Gemüseeulen eher abschreckend. So wird die Eiablage eher unattraktiv für die Gemüseeule, wenn direkt daneben Borretsch wächst. Die nützliche Pflanze vermehrt sich leicht durch Selbstaussaat und schützt somit auch im nächsten Jahr vor den Raupen, wie kraut&rüben berichtet

Die natürlichste Bekämpfungsmethode ist das Absammeln und aussetzen in anderen Futtergebieten wie beispielsweise Brennnesselfeldern. Wer nicht so nett sein möchte, kann sich zur Unterstützung Raubwanzen und Schlupfwespen holen. Diese bereiten nach kurzer Zeit der Raupenplage einiges an Problemen. Vergreifen sich die Raupen auch am Stamm und der Wurzel der Pflanze, kann auch auf das Bakterium Bacillus thuringiensis zurückgegriffen werden.

So ärgerlich es ist, wenn sich die Raupen über unsere mühevoll herangezogenen Tomaten hermachen, es gibt auch eine positive Seite. Denn Gemüseeulen tauchen nur in Gärten auf, die auch für Schmetterlinge attraktiv sind, also eigentlich ein gutes Zeichen*. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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