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Gartentier des Jahres 2021: So lebt der Stieglitz

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Von: Franziska Irrgeher

Der Stieglitz oder auch Distelfink sicherte sich den ersten Platz bei der Wahl zum Gartentier des Jahres. Dicht gefolgt von Marienkäfer und Maulwurf. So lebt der bekannte Vogel.

Duderstadt – Die Wahl zum Gartentier des Jahres dauerte vom 25. März bis zum 13. Juni 2021, Naturfans konnten dabei zwischen sechs Tieren wählen. Die Publikumswahl der Heinz Sielmann Stiftung kürte diesmal knapp den Stieglitz zum Sieger. Wir alle kennen ihn, doch nicht in jedem Garten fühlt der Stieglitz oder Distelfink sich wohl.

Gartentier des Jahres 2021: So lebt der farbenfrohe Stieglitz

Die Wahl zum Gartentier des Jahres ging von der Heinz Sielmann Stiftung aus, die nach eigenen Angaben mit Projekten dafür sorgt, dass Menschen die Natur erleben können. Neben Angeboten für Kinder und Jugendliche legt die Stiftung auch Wert auf den Erhalt der Artenvielfalt. Dazu passt auch der diesjährige Sieger gut, denn die 7.221 Personen, die abstimmten, wählten den Stieglitz knapp vor Siebenpunkt-Marienkäfer und Maulwurf.

Derartige Wahlen gibt es in verschiedenen Bereichen, das Tier des Jahres 2021 ist beispielsweise der Fischotter, der Schmetterling des Jahres der Braune Bär und die Heilpflanze des Jahres der Meerrettich. Damit stehen bekannte, aber eher unbeachtete Pflanzen und Tiere kurzzeitig im Fokus der Öffentlichkeit und das ermöglicht auch die Aufklärung über ihren Lebensraum und damit verbundene Probleme.

Gartentier des Jahres 2021: Der Stieglitz (Distelfink) im Garten

Der Stieglitz (Carduelis carduelis) ist ein recht bekannter Vogel, der auch den Namen Distelfink trägt. Der Bestand ist laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) stabil, er ist also derzeit nicht gefährdet. Dennoch trifft man den Stieglitz meist eher am Wegrand als im Garten an und das kann an der Gartengestaltung liegen.

Doch zuvor einige Fakten über den Stieglitz:

Das alles macht den Stieglitz zu einem hübschen, aber eigentlich nicht besonders bedrohten Tier. Doch er ist ein gutes Beispiel dafür, dass strukturreiche, naturnahe Gärten nötig sind. Denn zu den Lieblingsspeisen der Distelfinken gehören Karden, Kletten und Disteln. Bei der Autorin haben sie außerdem mit Vorliebe die Samen aus der Wegwarte gepickt. Die Sielmann Stiftung nennt auch Berg-Flockenblume, Sonnenblume, Sonnenhut, Kornblume und Witwenblume als Gartenpflanzen, die der Stieglitz mag.

Wichtig, um den Vogel anzulocken, ist also ein naturnaher Garten mit vielen blühenden Pflanzen, die nebenbei auch Insekten helfen. Noch wichtiger ist aber, die Samenstände und Stängel dann im Herbst nicht abzuschneiden, denn erst dann macht sich der Stieglitz über die meisten Samen her. In den Stängeln können zudem Insekten überwintern. Die Sielmann Stiftung macht in der Mitteilung zum Gartentier des Jahres auch darauf aufmerksam, welche wichtige Funktion Gärten haben, denn rund 20 Millionen Gärten gibt es in Deutschland. Diese seien ein Ersatzlebensraum, wichtig sind Artenschutz und ein Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt durch Gartenfans.

Seien Sie also mutig und lassen Sie einige wilde Ecken im Garten. Die müssen nicht unbedingt unordentlich aussehen, wenn Sie passende Pflanzen je nach Blütezeit und Höhe kombinieren. Die Wilde Karde beispielsweise sieht mit ihren großen Blütenständen auch im Winter toll aus. Viele andere der genannten Blumen locken zudem Insekten und andere Vögel an. Entscheiden Sie sich doch beispielsweise für eine Blumenwiese statt dem Schottergarten, wenn es keine große verwilderte Fläche sein soll.

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