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Gartenschläfer: So lebt das seltene Tier mit der „Zorro-Maske“

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Von: Franziska Irrgeher

Zu sehen ist ein Gartenschläfer, der aus einem Baumstamm nach links schaut (Symbolbild).
Gartenschläfer sind eher selten zu sehen (Symbolbild). © Kerstin Hinze/Imago

Der Gartenschläfer beschäftigt Naturschützer schon einige Zeit, denn er ist und bleibt selten. Wir erklären, wie er lebt und wie jeder helfen kann.

Berlin – Runde Ohren, ein flauschiger Schwanz, braun-grau-schwarzes Fell, eine „Zorro-Maske“ und ein neugieriger Blick: Das ist der Gartenschläfer. Gesehen haben Sie ihn vielleicht noch nie, das ist kaum verwunderlich. Denn das Tier ist so selten, dass Experten eigene Meldeformulare für Gartenschläfer eingerichtet haben. Aber wie können Tierfans sonst noch helfen und wie leben Gartenschläfer?

Gartenschläfer: So lebt das seltene Tier mit der „Zorro-Maske“

Der Gartenschläfer ist normalerweise kein Tier, das vielen beim Stichwort „Gartenbewohner“ einfallen würde, denn man sieht ihn eher selten. Er sieht ein wenig aus wie ein etwas farbenfroherer Siebenschläfer und wird in Deutschland gerne als Tier mit einer „Zorro-Maske“ beschrieben. Das verdankt er dem schwarzen Fell rund um seine Augen. Warum das Tier nun wieder in den Blick der Öffentlichkeit gerät, liegt vor allem daran, dass er zum „Tier des Jahres 2022“ in der Schweiz gekürt wurde. Pro Natura kürt das „Tier des Jahres“ schon seit 1998 und der BUND Naturschutz in Bayern nahm dies auf Facebook zum Anlass, auf das eigene Projekt zu verweisen. Denn bei uns in Deutschland werden Gartenschläfer dringend gesucht.

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Doch bevor Sie nun Ausschau halten, sollten Sie das Tier erstmal kennenlernen:

Gemeinsam mit der Senckenberg Gesellschaft und der Universität Gießen sucht der BUND seit 2018 nach dem Gartenschläfer, um zu ergründen, warum die Tiere verschwinden. Denn der Gartenschläfer steht als potenziell gefährdet auf der „Roten Liste gefährdeter Arten“, über die Lebensweise der Tiere sei wenig bekannt, schreibt die NABU Gruppe Niedernhausen in einem Bericht über eine Auswilderungsaktion aus dem Jahr 2016.

Was kann jeder Tierfan also tun, um zu helfen? Zunächst Gartenschläfer melden, das geht über eine eigens dafür eingerichtete Website. Diese Informationen helfen Naturschützern, doch Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer können noch mehr tun: Abdecken von Regentonnen, Verzicht auf Gift und spezielle Nistkästen werden als Maßnahmen vom Rote-Liste-Zentrum empfohlen. Daher gilt: Augen offen halten nach dem niedlichen Tier!

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