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Fliegende Ameisen: So lange dauert der Hochzeitsflug der Tiere

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Von: Anna Katharina Küsters

Fliegende Ameisen treten im Sommer an manchen Tagen in großen Schwärmen auf. Solange sie jedoch außerhalb des Hauses sind, ist das kein Problem.

München – Im Sommer tummeln sich eine Menge großer und kleiner Tiere im Garten, die sich mal mehr, mal weniger gut beobachten lassen. Deutlich ins Bewusstsein schieben sich aber fliegende Ameisen. Ab einem bestimmten Punkt schwirren sie zu Hunderten durch den Garten und bereiten dem ein oder anderen Gartenfans Sorgen. Gefährlich wird es aber erst, wenn Ameisen sich ins Haus verirren und sich dort einnisten.

Fliegende Ameisen: Deswegen schwirren sie nun wieder durch die Luft

Zu den fliegenden Ameisen gehören bestimmte Ameisen-Arten wie etwa die Gelbe Wegameise oder die Schwarzgraue Wegameise. Es ist also keine extra Spezies, sondern vielmehr mehrere Ameisen-Arten, die sich teils fliegend fortbewegen. Grundsätzlich sind Ameisen ein Segen für den Garten, denn sie schaden Pflanzen nicht und fressen Schädlinge. Im Frühsommer kann die schiere Anzahl an fliegenden Ameisen im Garten aber schon mal für Sorgenfalten auf die Stirn sorgen. Doch solange die fliegenden Ameisen draußen und nicht im Haus sind, besteht kein Grund zur Sorge.

Fliegende Ameisen: Entwicklung der fliegenden Tiere

In einem Ameisenstaat sind ähnlich wie bei Bienen und anderen Insekten alle Aufgaben klar verteilt. So legt lediglich die Königin Eier, teilweise befruchtete, teilweise unbefruchtete. Aus den unbefruchteten Eiern entstehen ausschließlich fertile Männchen, aus den befruchteten entweder sterile Arbeiterinnen oder fertile Jungköniginnen.

Weder bei den Gelben Wegameisen noch bei der Schwarzgrauen Wegameisen können alle Ameisen in einem Staat fliegen. Die Zeit des Ausflugs beschränkt sich auf die Paarungszeit und somit auf fruchtbare Jungköniginnen und fertile Männchen. Arbeiterinnen sind nicht fruchtbar und haben deswegen nicht die Notwendigkeit, Flügen zu entwickeln.

Fliegende Ameisen: Nicht jede Ameise im Staat kann fliegen

Beim sogenannten Hochzeitsflug bilden die Männchen einen Hochzeitsschwarm, den die Jungköniginnen dann ansteuern. Treffen beide Gruppen aufeinander, erfolgt die Paarung noch im Flug. Dabei kann jedes Weibchen von bis zu 40 Männchen begattet werden. Bei diesen vielen Paarungen sammelt eine Jungkönigin bis zu Hundert Millionen Spermien auf, die sie bis zu 25 Jahren unbeschadet mit sich herumtragen kann. Mit diesen Spermien befruchtet sie dann selbst ihre Eier. Die Männchen sterben nach der Paarung, woraufhin die Weibchen sie in den Staat zurücktragen und sie verfüttern.

Die Flügel der Jungköniginnen haben nach der Paarung keine Funktion mehr. Deswegen brechen die Weibchen sie mit ihren Hinterbeinen ab und können ab dem Zeitpunkt nicht mehr fliegen.

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Fliegende Ameisen: So kriegen Sie die Tiere in den Griff

Der Hochzeitsflug findet nahezu parallel für alle Ameisenkolonien statt. Ist das Wetter warm und windstill, scheint es ein unsichtbares Signal zu geben und Hunderte fliegende Ameisen begeben sich in die Lüfte. Die dadurch entstehende riesengroße Gruppe fliegender Ameisen hat folgende Vorteile für die Tiere:

Der Hochzeitsflug dauert in der Regel nicht lange an, nach einigen Stunden sollten sich die dunklen Wolken aus Ameisen wieder auflösen. Grundsätzlich gefährlich sind die Ameisen jedoch nicht. Weder beißen sie noch stechen sie.

Treiben sie sich zu nahe am Haus herum, sollten Gartenfreunde jedoch vorsichtig sein. Denn ein neuer Ameisenstatt am Haus ist nicht wünschenswert. Dann haben Gartenfans folgende Möglichkeiten:

Möglichkeiten, die fliegenden Ameisen vom Haus fernzuhalten, gibt es also einige. Gärtnerinnen und Gärtner müssen bei auftretenden Hochzeitsschwärmen also nicht besorgt sein. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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