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Eichenprozessionsspinner: So leben die Tiere und deshalb sollten Allergiker vorsichtig sein

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Von: Franziska Irrgeher

Die Eichenprozessionsspinner sind wieder unterwegs. Bei den Tieren handelt es sich genaugenommen um die Raupen von Faltern, ihre Brennhaare können gefährlich werden.

Berlin – Der Eichenprozessionsspinner ist ein Tier, bei dem ausnahmsweise mal die Raupe bekannter ist als der Falter selbst. Sie gelten als Schädlinge, die einerseits Bäumen schaden können und andererseits vor allem der menschlichen Gesundheit. Derzeit sind die Tiere wieder vermehrt unterwegs, sodass Menschen betroffener Gebiete vorsichtig sein sollten.

Eichenprozessionsspinner: So leben die Tiere und deshalb sollten Allergiker vorsichtig sein

Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) gehört laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) zu den Zahnspinnern und ist ein Nachtfalter, der zwischen Ende Juli und Anfang September fliegt. Die Weibchen der Falter legen dann schon bald ihre Eier in Eichen ab, im nächsten Jahr schlüpfen laut NABU die Raupen dann zwischen April und Anfang Mai, ehe sie bis zu sechs Larvenstadien durchlaufen.

Und genau da wird es gefährlich. Wie der NABU berichtet, bilden sich die gefährlichen Brennhaare ab dem dritten Larvenstadium, das teils schon ab Ende April erreicht werden könne.

Der Eichenprozessionsspinner lebt zwar fast ausschließlich auf Eichen, kann laut NABU aber auch auf andere Baumarten wie die Hainbuche ausweichen, wenn es viele Tiere gibt. Den Namen verdanken die Tiere dabei einer Art „Prozession“, in der sie im Familienverband die Bäume entlang wandern. So eine Prozession kann bis zu zehn Meter lang sein. Ältere Raupen spinnen sich außerdem in großen Nestern ein, wo sie sich auch verpuppen.

Gegenspieler hat der Eichenprozessionsspinner auch einige, darunter laut NABU Kuckuck, Wiedehopf, Großer Puppenräuber, Schlupfwespen und ein paar mehr. Der Wiedehopf wird aber zunehmend seltener. Die Falter werden auch von Fledermäusen gefressen. Auch im Jahr 2021 ist der Eichenprozessionsspinner wieder auf dem Vormarsch*.

Eichenprozessionsspinner: Deshalb sollten Allergiker vorsichtig sein

Wo die Tiere auftauchen, besteht Gefahr für die Gesundheit, nicht nur für Allergiker. Dass in den warmen Monaten im Freien auch Gefahren lauern, zeigen schon Zecken und Mücken durch ihre Stiche. Der Eichenprozessionsspinner ist aufgrund seiner Brennhaare gefährlich. Die können bei Kontakt allergische Reaktionen auslösen, brechen aber auch schnell ab und gelangen so in die Luft. Zudem können sich auch in den Gespinsten noch Haare befinden.

Die Haare führen vor allem zu Reizungen von Haut und Schleimhaut, aber auch Asthma und Bronchitis sind mögliche Folgen. Weitere Symptome können Fieber, Bindehautentzündung, Müdigkeit und einiges mehr sein. Die Gebiete mit Eichenprozessionsspinnern werden oft abgesperrt und gekennzeichnet oder die Tiere sofort professionell entfernt und bekämpft. Aber auch die Haare haften dank kleiner Haken gut.

Wer sich in der Nähe von Eichenprozessionsspinnern befindet, sollte Vorsichtsmaßnahmen treffen:

Die Bäume selbst nehmen durch die Tiere nur bedingt Schaden. Normalerweise sorgt der Johannistrieb Ende Juni für eine Regeneration. Treten aber mehrere Jahre viele der Tiere auf, können auch die Bäume nachhaltig beeinträchtigt werden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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