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Dünger aus Schafwolle: Natürliches Pflanzen-Wachstum mit Abfallstoffen

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Von: Eva Goldschald

Schafwolle im Garten verwenden klingt erst einmal komisch. Woraus normalerweise Kleidung und Decken entstehen, können nämlich auch Pflanzen ihre Nährstoffe ziehen.

München – Genau wie wir benötigen auch Pflanzen Nährstoffe, um zu wachsen. Diese geben wir ihnen normalerweise in Form von mineralischem oder organischem Dünger. Ein nachwachsender Rohstoff, der sonst oft im Abfall landet, ist nun ganz weit vorne auf der Liste der besten und verträglichsten Dünger: Schafwolle. Sie besitzt sehr viele Eigenschaften, die Blumen, Grünpflanzen sowie Obst- und Gemüsepflänzchen richtig guttun.

Dünger aus Schafwolle: So wachsen Pflanzen besser

Wer im Beet, auf der Terrasse oder dem eigenen Balkon etwas anbaut, der weiß, dass Pflanzen mit Dünger besser wachsen. Folglich fallen auch Ernte oder Blütenpracht viel üppiger aus. Die Pflanzen werden schließlich mit mehr Nährstoffen versorgt. Dünger gibt es wie Sand am Meer, in Bio- oder in konventioneller Qualität. Doch bereits im alten England wussten die Bauern, dass es einen Rohstoff gibt, der einen wesentlichen Einfluss auf die Ernte hat. Sie legten ungewaschene, grobe Schafwolle auf die Felder.

Dünger aus Schafwolle: Deshalb sollte man ihn verwenden

Schafwolle ist ein natürlicher, organischer Dünger*. Er fällt in die Kategorie Naturdünger. Schafwolle ist für viele heimische Bauern oft ein Abfallprodukt. Sie verwenden das Fleisch der Tiere, die Wolle kauft ihnen allerdings selten jemand ab. Zu groß ist die Konkurrenz aus dem Ausland. Aus diesem Grund kamen einige darauf, aus der Schafwolle Pellets herzustellen. Man kann sowohl saubere als auch verschmutzte Wolle verwenden. Die Wolle wird getrocknet, zerkleinert und zu Düngepellets gepresst.

Dünger aus Schafwolle: Das steckt drin

Wolle ist extrem widerstandsfähig und löst sich nur langsam auf. Macht man daraus Pellets, können diese das zweieinhalbfache des Eigengewichts an Wasser speichern. Und schließlich peu a peu an die Pflanze abgeben. Gärtner schwören auf Schafwollpellets. Es gäbe wohl keinen besseren Dünger für Wurzelgemüse, Tomaten, Melonen, Kürbisse und andere. So eine Pracht würde man ansonsten nur mit der Zugabe von viel Kunstdünger erreichen. Schafwolle enthält extrem viel Stickstoff. Nährstoffe sind so stark gebündelt, dass sie ganz langsam an die Pflanze abgegeben werden und somit länger halten. Kunstdünger wird hingegen beim Gießen oder Regen sehr schnell ausgewaschen. Außerdem stecken in Schafwolle jede Menge weiterer nützlicher Inhaltsstoffe:

Alle diese Inhaltsstoffe begünstigen das Pflanzenwachstum. Für eine Tomate reichen zum Beispiel etwa 100 Gramm Pellets. Sie versorgen die Pflanze für eine Saison mit allen wichtigen Nährstoffen.

Tipp: Wer einen Schafzüchter in der Nähe hat, kann auch aussortierte Schurwollreste auf die Erde legen und die Pflanzen mit diesen Faserbüscheln düngen.

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