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Brutzeit heimischer Vögel: Wann Spatz, Meise und Co. ihre Küken großziehen

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Von: Franziska Irrgeher

Die Brutzeit unserer Gartenvögel beginnt teils schon ab März. Heckenschneiden und andere große Fällaktionen sind dann tabu. Wann welcher Gartenvogel brütet.

München – Es wird warm draußen und die Vögel im Garten sind aktiv wie nie. Aufgeregtes Gezeter in der Hecke kündigt es an: Die Brutzeit beginnt. Viele Vögel brüten schon ab März, daher sollte spätestens dann der Nistkasten hängen und die Hecke in Ruhe gelassen werden.

Brutzeit heimischer Vögel: Vorsicht beim Heckenschnitt

Bestenfalls haben Vogelfans schon im Winter neue Nistkästen aufgehängt und die alten spätestens im Februar gesäubert. Denn schon in wenigen Tagen kann es zu spät sein. Die ersten Vögel paaren sich bereits und die Suche nach einem geeigneten Nistplatz ist in vollem Gange.

Um Vögel zum Brüten in den Garten einzuladen, sind gute Nistkästen, passend zur Vogelart, nötig. Ebenso genügend Nahrung in Form von Insekten, die Sie mit insektenfreundlichen Pflanzen anlocken können. Totholzhaufen und etwas Unordnung im Garten bieten optimale Bedingungen für „Ungeziefer“, das unsere Vögel zum Fressen gern haben. Viele Vögel füttern Jungtiere ausschließlich mit tierischer Nahrung.

Ebenso wichtig ist der richtige Schutz: Vogelschutzgehölze im Garten sollten zahlreich und bestenfalls an mehreren Stellen vorhanden sein. Wer Mauern hat, kann diese mit Efeu begrünen, in welchem gelegentlich Amseln brüten. Rosen bieten mit ihren Dornen idealen Schutz für Vögel vor Fressfeinden. Ebenso wenig darf eine Wasserstelle im Garten fehlen. Haben Sie an all das gedacht und bieten vielleicht Ganzjahresfütterung (abgestimmt auf die Jungenaufzucht) an, finden sich die Vögel mit der Zeit von selbst ein.

Damit die Tiere während der Brutzeit nicht gestört werden, ist der Hecken- und Baumschnitt übrigens ab März größtenteils untersagt. Über die Hintergründe des Verbots berichtet auch ruhr24.de*. Einzige Ausnahme: Formschnitte und Notfälle wie Bäume, die abzubrechen drohen. Auch Lichtverschmutzung kann den Rhythmus der Tiere durcheinander bringen. Wer nachts den Garten beleuchtet, animiert Vögel dazu, auch dann Nahrung zu suchen, wenn Feinde wie Marder oder Fuchs aktiv sind.

Brutzeit heimischer Vögel: Wann welcher Vogel brütet

Die Vögel im Garten zu bestimmen, fällt meist leicht. Schwieriger wird es dann bei der Brutzeit, denn die kann auch mit Faktoren wie der Witterung und dem Nahrungsangebot zusammenhängen. Manche Vögel brüten in „guten“ Jahren öfter. Falls Ihre Gartenvögel an einem ungünstigen Ort brüten wollen, sollten Sie das frühzeitig unterbinden und Alternativen schaffen. Rotschwänze und Amseln können recht kreativ werden, was den Standort betrifft und nehmen auch den Balken über dem Hauseingang oder eine Nische im Balkongerüst.

Das sind die Brutzeiten häufiger Gartenvögel:

Während dieser Zeiten sollten Sie nicht oder nur vorsichtig Hecken schneiden. Auch nach dem Schlüpfen bleiben die Jungtiere meist einige Tage oder Wochen vor Ort. Amselküken werden meist am Boden gefüttert und können anfangs nicht gut fliegen. Solche Tiere brauchen im Normalfall keine Hilfe, lassen Sie sie also bitte sitzen und helfen Sie nur in Absprache mit Naturschützern, falls die Eltern über lange Zeit nicht mehr kommen.

Jede Störung am Nest oder in der Nähe der Jungtiere stresst die Vögel. So kommt es auch in Städten immer wieder zu Zwischenfällen zwischen Passanten und Raben oder Wasservögeln in Parks. Beobachten aus der Distanz kann aber durchaus spannend sein und für Nistkästen gibt es inzwischen auch Kameras. *ruhr24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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