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Brauner Bär: Das sollten Sie über den Schmetterling des Jahres 2021 wissen

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Von: Franziska Irrgeher

Der Braune Bär ist der Schmetterling des Jahres 2021. Mit diesem Titel einher geht aber auch eine traurige Tatsache: Lichtverschmutzung wird für Nachtfalter sowie andere nachtaktive Tiere immer mehr zum Problem.

Berlin – Bei einem Braunen Bären würden viele sicherlich an einen eindrucksvollen Braunbären denken und nicht an einen kleinen, hübschen Nachtfalter. Aber genau das ist er, der Braune Bär, der Schmetterling des Jahres 2021 wurde. Wir stellen Ihnen den Sieger vor und erklären, warum Lichtverschmutzung ein Problem ist.

Brauner Bär: Das ist der Schmetterling des Jahres

Der Braune Bär (Arctia caja) gehört zu den Nachtfaltern und zur Unterfamilie der Bärenspinner. Seine Erscheinung ist bei ausgebreiteten Flügeln beeindruckend: Vorne ziert oft ein weißes Netzmuster die Flügel, der hintere Teil ist rot mit blauen, umrandeten Punkten. Das Muster dient der Abwehr von Fressfeinden, denn wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) berichtet, sind giftige Stoffe in seiner Körperflüssigkeit enthalten. Seine Flügelspannweite kann bis zu 65 Millimeter betragen, damit ist er laut BUND einer der größeren Nachtfalter bei uns. Laut BUND kommt der Name von der braunen behaarten Raupe des Schmetterlings, deren tapsige Fortbewegungsweise bei einer Störung auch an Bären erinnern soll.

Sein Lebensraum erstreckt sich auf verschiedene Bereiche, darunter auch Waldwiesen und ebenso offene Landschaft. Pro Jahr gibt es eine neue Generation und der Nachtfalter und die Tiere fliegen bis in den September. Wie andere Nachtfalter auch ziehen ihn Lichtquellen magisch an. Aktuell steht der Braune Bär auf der Vorwarnliste für gefährdete Arten.

Der Braune Bär wurde nun, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, von BUND und der Naturschutzstiftung des nordrhein-westfälischen BUND-Landesverbandes zum Schmetterling des Jahres 2021 gewählt, das berichtet auch merkur.de*. Die Wahl findet seit 2003 statt.

Brauner Bär: Deshalb ist die Lichtverschmutzung ein Problem für Nachtfalter

Mit dem Titel Schmetterlin des Jahres wird unweigerlich auch das Interesse der Öffentlichkeit geweckt, sodass die Nominierung auch der Information dient. Denn ähnlich wie andere Nachtfalter und damit zusammenhängend auch Fledermäuse und andere Tiere, hat der Braune Bär ein Problem mit der Lichtverschmutzung. Als weitere Ursachen für den Rückgang der Population nennt der BUND außerdem Flächenverbrauch und weniger Feldgehölze und Hecken sowie intensivere Landwirtschaft.

Laut Jochen Behrmann von der Naturschutzstiftung des BUND NRW locken Lichtquellen in der Nacht die Falter an, was laut dem Experten zu Energieverlust bis hin zur Erschöpfung führt. Die Tiere seien dann auch leichtere Beute für Fressfeinde. Aus der Pressemitteilung des BUNDs geht außerdem hervor, dass sich der Braune Bär normalerweise bei natürlichen Lichtquellen gut orientieren kann. Künstliches Licht dagegen blende die Tiere, der BUND empfiehlt daher zum Beispiel sparsame LEDs. Blaues Licht sei zu vermeiden.

Jeder einzelne kann zum Schutz der Nachtfalter beitragen: Schließen Sie abends die Fensterläden oder Rollos, so dringt nur wenig störendes Licht nach außen in den Garten und nachtaktive Tiere können sich besser orientieren. Auch grelle Scheinwerfer bei nächtlichen Gartenfeiern locken Insekten an, die darin verbrennen können. Setzen Sie doch auf natürlichere Lichtquellen wie eine Feuerstelle oder Fackel. (Feuerschale im Garten: Was ist erlaubt, was verboten? Wann sich der Nachbar einmischen darf) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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