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Artensterben: Jeder sechste Vogel laut Studie mittlerweile verschwunden

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Von: Joana Lück

Zu sehen ist ein Haussperling oder Hausspatz auf einem Ast. (Symbolbild)
Haussperlinge gehören zu den bedrohten Vogelarten. (Symbolbild) © Michael Schön/Imago

Seit 1980 geht laut einer Studie die Zahl der Brutvögel in der EU stetig zurück. Warum dem so ist und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Berlin – Zwitschernde Vögel und eine gut besuchte Wassertränke gehören in den meisten Gärten zum täglichen Bild – noch: denn laut einer aktuellen Studie könnte dieses idyllische Bild in den nächsten Jahren immer seltener werden. Diese besagt nämlich, dass die Zahl der Brutvögel in Europa in den letzten 40 Jahren gravierend zurückgegangen ist. Wir erklären, welche Arten besonders betroffen sind und was Sie tun können.

Artensterben: Jeder sechste Vogel laut Studie mittlerweile verschwunden

Wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) berichtet, sind seit 1980 zwischen 18 und 19 Prozent der europäischen Brutvögel, also rund 600 Millionen Brutvögel, verloren gegangen. Dabei beruft der NABU sich auf die Studie der britischen Vogelschutzorganisation RSPB. Betroffen seien vor allem folgende Vogelarten:

Nahrungsmangel und Luftverschmutzung in vielen Städten machen der Haussperlingspopulation zu schaffen, ebenso wie Veränderungen in der Agrarpolitik und -bewirtschaftung, so der NABU. Der Verlust von häufigen Arten gebe Anlass zur Sorge, da er Schäden an unseren Ökosystemen und ihren Funktionen mit sich bringe. Für viele bedeuten Artenschutz und Erhaltung, dass man seltenere Tiere vor dem Aussterben bewahrt, wenn es jedoch mindestens genauso wichtig ist, dezimierte Bestände häufigerer Arten wiederherzustellen.

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Artensterben: Das können Sie tun

Diese vogelfreundlichen Bäume und Büsche können Sie in Ihrem Garten pflanzen. Aber auch beim Einkauf im Supermarkt können Sie etwas für die Zukunft des Federviehs tun: etwa, wenn Sie Olivenöl kaufen, bei dem die Früchte von Hand geerntet wurden. Zusätzlich freuen sich Vögel, wenn sie in Ihrem Garten Wasserstellen sowie Futterkränze und andere nahrhaftes Essen finden. Wem das nicht reicht, der kann eine Patenschaft mit einem Zugvogel abschließen, damit dieser und viele andere wieder sicher zum heimischen Brutplatz zurückkehren.

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