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Invasive Arten: Eingeschleppte Pflanzen, die Schäden in Milliardenhöhe anrichten

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Von: Anna Katharina Küsters

Nicht immer sind Tiere und Pflanzen an jedem Ort erwünscht. Haben sie eigentlich eine andere Heimat, können sie sogar großen Schaden an ihrem neuen Lebensplatz anrichten.

Kiel – Tiere aus fremden Gegenden kommen seit Jahrhunderten mithilfe des Menschen in neue Regionen. Dort passen sie sich je nach Anpassungsfähigkeit an die dort vorherrschenden Bedingungen an und vermehren sich mit anderen Tierarten. Das kann gut gehen und das Tierreich bereichern, in manchen Fällen geht das Ganze aber auch nach hinten los. Invasive Tierarten schaden mit ihrem Lebensstil beispielsweise in ihrer neuen Heimat den vorherrschenden Tieren und Pflanzen, aber auch der Wirtschaft.

Invasive Arten: Deswegen richten eingeschleppte Tiere Milliardenschäden an

Neue Tier- und Pflanzenarten in für sie neuen Lebensumgebungen sind an sich nichts Neues. Doch manchmal sind diese Tiere und Pflanzen wie etwa der Kirschlorbeer ein Problem. Denn sie verdrängen als invasive Arten Tiere und Pflanzen, die hierzulande heimisch sind oder übertragen Krankheiten auf den Menschen. Laut dem Bundesamt für Naturschutz gibt es in Deutschland mindestens 168 fremde Tier- und Pflanzenarten, die nachweislich schlechte Auswirkungen auf das Ökosystem haben.

Eine neue Studie des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel zeigt nun auch noch die deutlichen wirtschaftlichen Schäden auf, die eingeschleppte Tierarten verursachen können. So steigen die Kosten laut dem Forschungsteam, die invasive Arten der Wirtschaft zufügen, beständig. Alleine im vergangenen Jahr lagen sie bei mindestens 23 Milliarden US-Dollar. Das entspricht etwa 19 Milliarden Euro. Ein Hauptteil des Geldes floss dabei in die Behebung von Schäden, die durch die invasiven Arten zustande kamen.

Die Tiere und Pflanzen richten dabei auf unterschiedliche Art und Weise Schade an. So kam bei der Untersuchung des Helmholtz-Zentrums heraus, dass an erster Stelle wirbellose Tiere, dann Wirbeltiere und an letzter Stelle Pflanzen die Kosten nach oben trieben. Besonders Wassertiere sind dabei ein Problem. Darunter fallen zum Beispiel:

Invasive Arten: Diese Pflanzenarten bereiten in Deutschland Probleme

Neben dem Meer mischen sich jedoch auch auf dem Land immer wieder Neuankömmlinge in die Tier- und Pflanzenwelt, die bestehende Arten verdrängen. So gehören zu den größten invasiven Pflanzenarten in Deutschland laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) beispielsweise:

Es zeigt sich, dass auch Pflanzen in Deutschland teilweise ein Problem sind. Die invasiven Arten verbreiten sich meist unkontrolliert und nehmen regionalen Pflanzen Luft, Licht und Boden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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