Gefundenes Fressen

Ameisen vertreiben: So bekämpfen Sie die Insekten mit harmlosen Hausmitteln

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Ameisen sind nützliche Gartenbewohner. In der Wohnung oder auf der Terrasse wollen wir sie aber nicht. Die Tiere lassen sich aber auch wieder mit Hausmitteln vertreiben.

Hamburg – Ameisen krabbeln durch unsere Gärten und sind dort überaus nützlich. Doch manchmal kommen sie auch ins Haus und wer nicht schnell reagiert, hat bald Massen der Tiere in den eigenen vier Wänden. Doch Sie können Ameisen auch schnell wieder loswerden.

Ameisen vertreiben: So werden Sie die lästigen Tiere schnell los

Für unseren Garten sind Ameisen definitiv Nützlinge, denn laut Norddeutschem Rundfunk (NDR) fressen sie nicht nur tote Tiere, sondern lockern auch den Boden auf und auch Schädlinge stehen als Larven auf ihrem Speiseplan. Doch gelegentlich zieht es Ameisen auch in Wohnungen und Häuser. Meist liegt das daran, dass sie irgendwo Nahrung gefunden haben. Dank einer Duftspur, so der NDR, finden dann auch die Artgenossen ins Innere und Ameisenstraßen entstehen. Daher sollten Sie schnell handeln, wenn die ersten Ameisen anrücken und sie bestenfalls sofort wieder mit harmlosen Mitteln vertreiben.

So vertreiben Sie Ameisen aus Wohnung und Haus:

  • Essen verschließen: Der erste Schritt in Richtung Ameisen-Vergrämung ist das Verschließen von Essbarem. Der NDR rät dazu, Nahrungsreste, Krümel und Vorräte nicht offen herumliegen zu lassen, das gelte auch für Haustier-Nahrung.
  • Zitronensaft: Ameisen mögen keine kräftigen Gerüche. Laut NDR stören diese den Orientierungssinn der Tiere, sodass sie starke Gerüche gut gegen Ameisen einsetzen können. Zitronensaft und Zitronenschalen sind ein einfaches Mittel. Entweder Sie legen die Schalen an der Ameisenstraße aus oder wischen einige Stellen mit Zitronensaft ab.
  • Kalk: Alkalische Stoffe wie Kreide oder Kalk sollen laut NDR ebenfalls gegen Ameisen helfen. Allerdings können Sie mit diesen Mitteln maximal einzelne Bereiche abgrenzen, denn die Ameisen laufen zwar nicht über Kalk oder Kreide, aber sehr wohl drum herum.
  • Essig: Böden mit Essigwasser wischen oder die betroffenen Stellen entlang von Ameisenstraßen mit Essig abwischen kann ebenfalls helfen. Abgesehen davon ist Essig ein toller Haushaltsreiniger.
  • Zimtöl: Es wirkt ähnlich wie die Zitrone durch den Geruch. Alternativ zu Zimtöl können Sie auch Zimt mit Wasser und Nelken mischen und auf die Ameisenwege sprühen. Allerdings nur dann, wenn auch Sie den Geruch vertragen.
  • Teebaumöl: Auch das mögen Ameisen überhaupt nicht und werden damit behandelte Wege meiden. Vermengen Sie das Öl mit etwas Wasser.
  • Weitere Gerüche nutzen: Auch Nelken sowie Chili oder Knoblauch können gegen Ameisen eingesetzt werden. Jedoch sollten Sie immer bedenken, dass dann auch die ganze Wohnung nach den Ölen oder Pflanzen riecht.

Zu Backpulver wird ebenfalls gelegentlich geraten, wir raten dringend davon ab. Wenn Ameisen Backpulver fressen, reagiert dessen Natron mit dem Inneren der Ameise, der Säuregrad des Verdauungstraktes des Tieres wird gestört und bereits daran kann die Ameise schon sterben. Zudem dehnt sich der Magen aus und die Tiere erleiden in jedem Fall einen langsamen, qualvollen Tod. Testen Sie also bitte nicht, ob Ameisen durch Backpulver explodieren. Erstens tun sie es nicht und zweitens müsste Natron enthalten sein. Selbst dann sind die Erfolgschancen auf Dauer gering, zumal das Natron auch für Tiere schädlich wäre, die die Ameisen anschließend fressen.

Bedenken Sie bei der Bekämpfung von Ameisen immer, dass bestenfalls der Einstieg in die Wohnung behandelt werden sollte. Denn innerhalb eines Raumes haben die Tiere viele Ausweichmöglichkeiten und können Duft- und Kreidespuren einfach umgehen. Bestenfalls kommen die Ameisen also gar nicht erst hinein. Auch Kräuter an den richtigen Stellen können da helfen, Majoran, Lavendel oder Minze mögen die Tiere beispielsweise nicht. Im Garten dagegen sollten Sie Ameisen nicht vertreiben, dort sind sie überaus nützlich. Auch wenn Sie Blattläuse fördern, aber dagegen gibt es Marienkäfer und Florfliegenlarven.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Panthermedia

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