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Alpakas im Garten: Kann man sie selbst halten und was bringen sie für den Garten?

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Von: Mattias Nemeth

Alpakas sind süße, intelligente, neugierige und freundliche Tiere. Viele träumen davon, selbst eines zu halten, doch geht das im Garten überhaupt?

München – Wer in das Gesicht eines Alpakas blickt, kann gar nicht anders als zu lächeln. Aber auch ihre Wolle ist ein tolles und hochwertiges Material und sogar für den Garten bringen sie einen großen Vorteil mit sich. Doch kann man sich die süßen Tiere auf dem eigenen Grundstück halten?

Alpakas im Garten: Kann man sie selbst halten und was bringen sie für den Garten?

Hier gilt es zu unterscheiden: Laut Gesetz kann man Alpakas auf jeden Fall als Haustiere halten, empfohlen wird ein Auslauf von 1000 Quadratmetern für zwei Tiere und für jedes weitere Alpaka zusätzliche 100 Quadratmeter. Aber auch eine passende Behausung, die ausreichende Rückzugsfläche für die Tiere bietet, ist notwendig. Sie sollten auch nicht zusammen mit anderen Tieren wie beispielsweise Eseln oder Schafen gehalten werden.

Zwei besche Alpakas neben einem hellbraunen und einem dunkelbraunen Alpaka. (Symbolbild)
Alpakas sind gerne unter sich, aber trotz ihres flauschigen Aussehens sind sie keine Kuscheltiere. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong / Imago

Abseits der gesetzlichen Vorgaben muss man allerdings wissen, dass Alpakas eine Menge an Fachwissen brauchen, da sie auch eine gewisse Pflege unter anderem für ihre Klauen benötigen. Außerdem dürfen Alpakas nicht verniedlicht werden. Denn auch wenn man es bei ihrem putzigen Aussehen kaum vermutet, Alpakas sind ganz und gar nicht zum Streicheln und Kuscheln geeignet. Es gibt wohl kaum eine Privatperson, die den Tieren eine artgerechte Lebensweise bieten kann. Und auch wenn die Alpaka-Hobbyhaltung laut Gesetz erlaubt ist, ist es für das Tierwohl nicht zu empfehlen. Da geht man lieber zu einer artgerechten Alpakafarm und geht mit den Tieren wandern und ermöglicht ihnen so mehr Auslauf*. Wenn man schon dort ist, kann man auch gleich etwas sehr Wertvolles für den Garten mitnehmen.

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Alpakas im Garten: Der ideale Dünger

Der Kot der Alpakas ist nämlich ein idealer Dünger. Alpakas haben einen Magen mit drei verschiedenen Abteilungen. Dieser vernichtet jegliche Beikräutersamen und die meisten Parasiten dafür enthält er einen ungewöhnlich ausgewogenes Nährstoff-Verhältnis von Stickstoff, Phosphat und Kalium. Da Alpakas sich fast ausschließlich von Weidegras, Heu und Mineralien ernähren, ist der Kot auch für den ökologischen Hobbygärtner bestens geeignet. Diese natürliche Beschaffenheit des Düngers ermöglicht ein gesundes sowie aktives Bodenleben. Also ideal in Kombination mit effektiven Mikroorganismen und Regenwürmern. Was besonders toll ist, da Regenwürmer einen entscheidenden Beitrag für Bodenfruchtbarkeit, Erosionsschutz und Hochwasserprävention leisten, wie kraut&rüben berichtet.

Besonders Tomatengärtner können ihren Pflanzen einen tollen Nährstoff-Boost bieten, der wohlschmeckende und gesunde Früchte fördert. Der Geruch des Kots ist im getrockneten Zustand kaum wahrnehmbar, zumindest für Menschen. Tiere hingegen schreckt der Geruch ab, was zum Beispiel für Gärten mit nächtlichen Waldbesuchern eine Erleichterung sein kann. Der Kot ist zudem nicht scharf und führt somit auch zu keinen Verbrennungen an den Pflanzen.
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