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Fake-Tannenzapfen! Warum Sie garantiert keine echten als Deko bekommen

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Von: Franziska Irrgeher

Tannenzapfen zur Weihnachtszeit sind beliebte Deko-Elemente, zumindest glauben das die meisten. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um ganz andere Zapfen.

Stuttgart – Basteln zur Winterzeit oder im Herbst beinhaltet oft schöne Tannenzapfen. Tatsächlich handelt es sich aber um Zapfen komplett anderer Bäume, egal ob selbst gesammelt oder gekauft. Wir erklären, wie es zu diesen Fake-Tannenzapfen kommt und warum Sie nie echte intakte Tannenzapfen sammeln können.

Fake-Tannenzapfen! Warum Sie garantiert keine echten als Deko bekommen

Tannenzapfen-Deko gibt es genügend, ganze Bastel-Anleitungen drehen sich um die Früchte des Nadelbaumes. Wer sich das entsprechende Angebot mal im Bastelladen oder Gartencenter anschaut wird merken, dass diese „Tannenzapfen“ oft komplett verschiedene Formen haben. Manche sind klein und eher rund, andere länglich. Eines haben sie jedenfalls gemeinsam: Es sind keine echten Tannenzapfen. Vielmehr sollte man den Begriff als Zusammenfassung handelsüblicher Zapfen verstehen.

Zu sehen sind weiß angemalte Zapfen verschiedener Bäume (Symbolbild).
Auch wenn sie schön aussehen: Deko-Zapfen sind keine Tannenzapfen (Symbolbild). © Nelosa/Imago

Doch warum kommt es überhaupt zu diesen Fake-Zapfen? Daran liegt es:

Grundsätzlich enthalten Zapfen die Samen der Bäume, sie bestehen meist aus einer sogenannten Zapfenspindel – der Mittelachse – und den Schuppen, unter denen sich die Samen finden. Zudem lassen sich Zapfen in männliche und weibliche unterteilen.

Selbst wenn Sie also Tannenzapfen finden sollten, kann es sich nie um ganze Zapfen handeln, sondern maximal um Teile davon. Wesentlich öfter finden sich im Wald aber Fichtenzapfen oder beispielsweise Kiefernzapfen. Laut einem NABU-Beitrag aus dem Jahr 2005 machten Kiefern zu diesem Zeitpunkt 65 Prozent des Baumbestandes in den Berliner Forsten aus. Welche Zapfen Sie finden, ist also auch nochmal je nach Region und Bestand verschieden. Interessierte können auch mal gezielt mit einem Förster oder naturkundigen Bekannten auf Entdeckungstour gehen.

Fichtenzapfen sind beispielsweise meist zehn Zentimeter lang oder länger, braun und ihre Form ist zylindrisch.

Zu sehen sind Fichtenzapfen, die auf dem Waldboden verteilt liegen (Symbolbild).
Fichtenzapfen auf dem Waldboden (Symbolbild). © Anette Jäger/Imago

Lärchenzapfen sind ebenfalls braun, eher eiförmig und bleiben oft am Baum. Sie sind recht klein.

Zu sehen ist ein Lärchenzapfen in Nahaufnahme an einem Zweig (Symbolbild).
Lärchenzapfen können über den Winter am Baum bleiben (Symbolbild). © Horst Rudel/Imago

Die Zapfen der Schwarzkiefer werden nur rund zehn Zentimeter lang und sind, von der Seite betrachtet, eher dreieckig geformt. Sie stehen oft rechtwinklig vom Zweig ab.

Zu sehen ist ein Zapfen an einer Schwarzkiefer (Symbolbild).
So sehen die Zapfen der Schwarzkiefer aus (Symbolbild). © F. Hecker/Imago

Die Unterschiede sind teils minimal, daher können Sie sich vor dem nächsten Waldspaziergang natürlich noch intensiver mit den ganzen Nadelbaum-Früchten auseinandersetzen. Den weihnachtlichen Bastel-Aktionen schadet es keineswegs, dass Sie keine echten Tannenzapfen haben. Ganz im Gegenteil: Gerade Zapfen mit weit geöffneten Schuppen sind ideal zum Basteln.

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