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Tamarillo anbauen: Ist die Baumtomate etwas für Ihren Garten?

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Von: Mattias Nemeth

Baumtomaten oder auch Tamarillos sind sieben Meter hohe Bäume, die fast ununterbrochen neue Früchte ausbilden. Allerdings brauchen sie ein bisschen Pflege.

München – Die Baumtomate ist zwar ein Nachtschattengewächs, hat aber, anders als der Name erahnen lässt, nichts mit Tomaten zu tun. Viel eher ist es eine Frucht mit einem süß-säuerlichen Aroma und vielen Vitaminen, Kalzium, Kalium und Magnesium. Sie sind nicht leicht in der Anzucht, aber dafür tragen sie bis auf den Winter immer wieder neue Früchte.

Tamarillo anbauen: Ist die Baumtomate etwas für Ihren Garten?

Tamarillos können aus Samen gezogen werden. Allerdings dauert es unter optimalen Voraussetzungen drei Jahre, bis sie Früchte tragen. Will man nicht so lange warten, dann kann man bereits zwei Jahre alte Pflanzen kaufen. Aber das Saatgut sollte ab April ausgesät werden. Raus dürfen die vorgezogenen Pflanzen, wenn die Eisheiligen vorbei sind. Es genügt, die Tamarillo-Samen mit einer dünnen Schicht Erde zu bedecken und leicht anzudrücken. Am besten stellen Sie die Samen an einen mindestens 20 Grad Celsius warmen, hellen Ort. Nach etwa zwei Wochen können Sie die ersten Keimlinge erkennen. Beim Umtopfen sollte eine Erde mit hohem Wasserspeichervermögen und vielen Nährstoffen verwendet werden.

Bei der Pflege einer Baumtomate ist die Wasserversorgung der wichtigste Faktor. Denn durch die großen Blätter verdunstet das Wasser sehr schnell. Auch braucht die Pflanze sehr viel Platz, denn sie wird bis zu sieben Meter hoch. Aufgrund dieses hohen und schnell erfolgenden Wachstums, brauchen die Tamarillos viele Nährstoffe. Sollten Sie vermehrt gelbe Blätter bekommen, brauchen sie mehr Dünger. Sollte der kleine Baum zu groß werden, können ausladende Triebe zurückgeschnitten werden. Vor dem Winter kann auch zurückgeschnitten werden. Der Instandhaltungsschnitt hat dann ein ausgewogenes Verhältnis von Fruchtbildung und Triebwachstum zum Ziel, wie kraut&rüben berichtet. Im Winter dürfen die Tamarillos nicht draus bleiben.

Ein Tamarillo-Baum mit vielen Früchten. (Symbolbild)
Wenn die Baumtomate erst einmal Früchte trägt, dann gibt es regelmäßig sehr viel zu ernten. (Symbolbild) © agefotostock/Imago

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Tamarillo anbauen: So überwintern Sie die Tamarillos

Die Baumtomaten vertragen keinen Frost. Sie müssen überwintert werden, dabei müssen aber ein paar Sachen beachtet werden:

Nach dem Winter dürfen die Baumtomaten wieder raus, genau gesagt, wenn der Frost nach den Eisheiligen vorbei ist. Die Früchte können roh gegessen werden: Wenn Sie die Tamarillo-Früchte frisch essen möchten, können Sie diese schälen oder halbieren und das Fruchtfleisch auslöffeln. Das Fruchtfleisch der Tamarillo hat ein süß-säuerliches Aroma und kann je nach Geschmack zusätzlich mit etwas Zucker bestreut werden. Die Tamarillos können außerdem hervorragend verarbeitet werden. Somit lohnt sich die etwas aufwendigere Aufzucht. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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